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Melodramen – Richard-Wagner-Stätten Graupa - Jagdschloss | Alle Veranstaltungen

 

Annette Jahns (Rezitation), Hansjacob Staemmler (Klavier) 

Melodramen von Robert Schumann, Richard Wagner, Richard Strauss, Franz Liszt nach Balladen von E. Geibel, L. Uhland, L. Lenau, F. Hebbel und anderen sowie ein Märchenbild (op.3 ) von Erich Wolfgang Korngol 
Als „kleiner Bruder“ des Liedes war das Melodram im 19. Jahrhundert eine höchst beliebte Kunstform, die aus Konzert und Salon nicht wegzudenken war. Bezeichnet als „Balladen mit melodramatischer Pianofortebegleitung zur Declamation“, verschmelzen in ihnen Literatur und Musik in einer Weise, die dem romantischen Kunstideal in ebenso interessanter wie einzigartiger Weise nahe kommt. Die Möglichkeiten des Melodrams weckten denn auch das Interesse der größten Komponisten: Schubert, Schumann, Liszt, Wagner, Strauss u. a. schufen Werke, in denen sie das Potential des Genres ausloteten. Insbesondere Liszt nutzte das Melodram zur Erprobung experimentelleren Komponierens. Als literarische Vorlagen dienen oft Oden oder Balladen, im Falle unseres Programms aus der Feder großer Dichter wie Heine, Goethe, Uhland, Geibel oder Hebbel. In faszinierender Weise werden in der Verbindung mit Musik im Melodram die vergessenen Phantasiewelten der Romantik wieder lebendig.