Schauspiel |

Mischpoke – Staatsschauspiel Dresden - Kleines Haus | Alle Veranstaltungen

 

MischpokeAuf Facebook teilen

Eine jüdische Chronik von damals bis heute 

Woran denken wir, wenn wir das Wort „Jude“ hören? An den Schrecken des ­Holocausts. Den anscheinend unlösbaren Nahost-Konflikt. Vielleicht auch an ­antisemitische Parolen aus jüngster Zeit. Doch jüdisches Leben in Deutschland lässt sich nicht auf die Erfahrung von Verfolgung und Gewalt, von erzwungener Migration und zerrissenen Biografien reduzieren. Auch nicht auf Klezmer-Konzerte oder Schtetl-Folklore.
Zehn Dresdner Jüdinnen und Juden aus verschiedenen Generationen und Herkunftsländern gehören zur Mischpoke, die sich unterm Dach der Bürgerbühne zusammengefunden hat. Der Begriff stammt aus dem Jiddischen und bedeutet „Familie“, „Clan“ oder „eingeschworene Gemeinschaft“. In Form einer Chronik der etwas anderen Art bringen ihre Mitglieder die Vielfalt und Widersprüchlichkeit jüdischer Identität auf die Bühne. Dagrun Hintze und David Benjamin Brückel haben zu diesem Thema gemeinsam recherchiert und zahlreiche Interviews geführt. Auf der Grundlage des so gewonnenen Materials entstand ein Theaterstück, das die jüdische Redensart „Zwei Juden, drei Meinungen“ im Hier und Heute bestätigt: Religiös und weltlich zeigt sich jüdische Identität in „Mischpoke“, politisch engagiert und anarchistisch, schrill und melancholisch, konvertiert und kabbalistisch. Masel tov!

Quelle: Staatsschauspiel