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MOBY_D. - EINE MÄNNERMELANCHOLIE - nach Hermann Melville – Societaetstheater | Alle Veranstaltungen

 

MOBY_D. - EINE MÄNNERMELANCHOLIE

Intermediales Musiktheater für einen Schauspieler, einen Musiker und Lautsprecherorchester nach Hermann Melvilles Roman „Moby Dick“. (nach Hermann Melville) mit Tom Quaas

„Moby Dick“ ist ein Stück Weltliteratur und – wie der Wal selbst – ein Mythos, ein Gespenst.
Die „Männermelancholie“ setzt nach dem Ende des Romans ein und erzählt die fiktive Geschichte des überlebenden Ishmael, dem Schwätzer und Zuschauer. Erzählt wird von einem Leben, welches sich nur noch aus der Erinnerung speist: Was hatte ich denn mal für eine Idee von mir und meinem Leben? Und was ist aus meinen Träumen und Obsessionen geworden? Aus dem Helden des Romans wurde jedenfalls eine tragikomische Gestalt. Der allgegenwärtige Lautsprecher ist dabei Archivar und Chronist seines ganz privaten Scheiterns im Überleben.
Romanpassagen Melvilles, Textfragmente von RAF-Kassibern sowie Umdichtungen und Zitate werden mit eigenen Texten gekreuzt und erschaffen ein polyphones Erinnerungs- und Stimmenmeer, das sich zu einer überbordenden Erinnerungsflut verdichtet. Und so rauscht und dröhnt es in und um Ishmael und seinem, mit Geschichten, Wut, Trauer, Klugscheisse, Vätern, Fernsehern, Walen, Radios und Badewannen verstopften Leben.
So wie Ishmael durch seine Erinnerungen, so schlittert die Musik durch die unterschiedlichsten Stile und Genres und findet sich irgendwo zwischen Seemannsliedern, Elektro und Avantgarde.

Mit finanzieller Unterstützung durch den Fachausschuss Musik BS/BL, die Fondation Nestlé pour l’Art, die Fondation SUISA und die Jubiläumsstiftung der Basellandschaftlichen Kantonalbank.

Quelle: Societätstheater