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Mönchtum im kulturellen Vergleich – Haus der Kathedrale (Kathedralforum Dresden) | Alle Veranstaltungen

 

Der vergleichende Blick auf die Grundelemente des klösterlichen Lebens in den verschiedenen Religionen lässt sowohl wichtige Gemeinsamkeiten als auch markante Unterschiede erkennen. Das beginnt bei der Frage, warum Menschen überhaupt in Klöster eintraten, und führt zu den religiösen Fundamenten, auf denen sich ein Menschenbild aufbaute, das ein Klosterleben als sinnvoll erscheinen ließ. Vervollkommnung des eigenen Ichs und Distanzierung von der irdischen Welt gehören dabei zu den wichtigsten Gemeinsamkeiten.
Im Anschluss daran geht es einerseits um die Organisationszwänge im klösterlichen Leben (Gehorsam, Klausurierung, Tagesablauf, Kleidung), und andererseits um die spirituelle Arbeit am Ich, also das Erlernen (Novizentum) und die Beibehaltung (Askese, Gebet, Meditation) der Vervollkommnung.
Angesichts der kulturellen, sozialen und politischen Leistungskraft der Klöster in den verschiedenen Kulturen konnten Nonnen und Mönche in hohem Maße Muster des Lebens auch für diejenigen sein, die einem Leben außerhalb von Klöstern den Vorzug gaben.

Prof. Dr. Gert Melville ist Seniorprofessor für Geschichte des Mittelalters an der TU Dresden und leitet seit 2005 die Forschungsstelle für Vergleichende Ordensgeschichte (FOVOG) sowie das Graduiertenkolleg zum interreligiösen Vergleich monastischer Kulturen.

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