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morph – Dreikönigskirche Dresden | Alle Veranstaltungen

 

Sonja Ismayr thematisiert in ihren Fotoarbeiten die Wahrnehmung von Zeit im Raum. Ihre Bilder zeigen florale Motive und Landschaften in mehreren Zeitschichten und machen auf diese Weise das Vergehen der Zeit an einem Ort sichtbar.  
Sonja Ismayrs Fotografien zeigen zumeist menschenleere Landschaften und florale Motive, die an verschiedenen Tagen um die gleiche Uhrzeit aufgenommen wurden. Manchmal liegen nur Tage zwischen den Aufnahmen, ein anderes Mal sind es Monate. In Folien übereinander gelegt, entstehen diffuse Konturen von Bäumen, Sträuchern, Gras, Blumen und fließendem Wasser. Sie zeigen die Dynamik und das Wachsen der Natur, die dem bloßen Auge entgehen. So gelingt es, den abstrakten Begriff des „Zeitraumes“ fasslich zu machen.

Man sieht eine Amaryllis in ihrer ganzen Schönheit und im abgelebten, verwelkten Zustand zugleich. Man kann Bewegung in einem starren Bild betrachten. Besonders die illuminierten Folien in großformatigen Lichtinstallationen transportieren neben zeitlicher auch tatsächlich dimensionale Räumlichkeit. Den geschärften Sinn für die Wahrnehmung von Zeit und Raum entwickelte Sonja Ismayr während mehrmonatiger Aufenthalte in Asien.

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