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Klassik |

Musik an den Höfen des Meißnischen Landadels - Schloss Scharfenberg – Schloss Scharfenberg | Alle Veranstaltungen

 

Classico Terzetto Italiano

Ubaldo Rosso, Flöte 
Carlo De Martini, Violine/Viola
Francesco Biraghi, Gitarre

 

10.09.2017 17:00
Details www.boerse-coswig.de
Alle in Schloss Scharfenberg
  10/09/2017 17:00 10/09/2017 19:00 Kulturkalender Dresden info@kulturkalender-dresden.de Musik an den Höfen des Meißnischen Landadels - Schloss Scharfenberg (Konzert für Flöte, Violine/Viola und Gitarre; Classico Terzetto Italiano) Schloss Scharfenberg 38 DD/MM/YYYY
 

Gioachino Rossini (1792-1868): Il Barbiere di Siviglia: Ouvertüre,
La Gazza Ladra: Ouvertüre (Transkription Ferdinando Carulli, 1770 - 1841)
Filippo Gragnani (1768-1820): Trio op.13
Francesco Molino (1768-1847): Trio op.19 Nr.3 in G Dur
André Grétry (1741-1813): L’Offi cier de Fortune: Ouverture (Transkription von Massimo Bertola, 1953)
Anton Diabelli (1781-1858): Cinquième Serenade Concertante op. 105
 

Schloss Scharfenberg, idyllisch auf einem Felsplateau vor Meißen gelegen, zählt zu den ältesten Schlossanlagen Sachsens. Die Bischöfe von Meißen gelten als die Bauherren der Anlage. Frühere Historiker vermuteten den Ursprung der Burg gar im ottonischen 9. Jahrhundert, als die vordrängenden Deutschen das von den Slawen eroberte Siedlungsgebiet an der Elbe mit einer Reihe von Burgwarden verteidigen und schützen ließen. Dies hält jedoch den neueren Erkenntnissen nicht stand. Ab 1338 ist die Familie von Miltitz Eigentümer des Schlosses, des Rittergutes und der umliegenden Ländereien. Die annähernd dreieckige Anlage wird heute als Renaissancebau wahrgenommen. Seit Ende des 18. Jahrhunderts fehlt an der Elbseite der wuchtige Palas, der nach einem Blitzschlag 1783 niederbrannte. Ein schwerer Sturm führte in den siebziger Jahren des 20. Jahrhunderts zum Einsturz des mächtigen Satteldachs über dem Rittersaal, der seitdem Ruine ist. In dieser, teils versehrten, teils überkommenen Gestalt prägt das Schloss die alte Kulturlandschaft des Elbtals bis heute. Seit 1997 gehört das Schloss dem Kunsthändler Gerd Lippold, der die Anlage vor dem Verfall gerettet und mit viel Sinn für den Geist des Ortes restauriert und wiederaufgebaut hat.

Ubaldo Rosso, Flöte, schloss sein Musikstudium am Konservatorium in Genua unter der Leitung von Maestro Glauco Cambursano ab. Anschließend wurde er erster Flötist im Orchester “I Pomeriggi Musicali” in Mailand und arbeitete außerdem mit dem „Teatro della Scala“ in Mailand, dem Orchester RAI in Turin und dem Orchester RTSI in Lugano zusammen. Er widmete sich mit großer Aufmerksamkeit der Erforschung und dem Studium der Alten Musik mit historischen Instrumenten und nahm an Kursen und Seminaren in ganz Europa teil, zum Beispiel an den Meisterkursen von B. Kuijken in Bremen, S. Preston in Clisson und O. Peter an der Schola Cantorum in Basel. Dank eines Stipendiums vom British Council erwarb er an der “Guildhall School of Music in London” das Verdienstdiplom in der Klasse von S. Preston. Seit Jahren ist er bei wichtigen Institutionen sowie nationalen und internationalen Festivals zu Gast und war in Italien und ganz Europa sowie in den USA, Kanada, Guatemala, Mexiko und Malaysia in Konzerten zu hören. Er spielte als Solist Werke für Flöte von Mozart und die sechs Sonaten op. 91 von J. B. de Boismortier ein, mit dem Ensemble Astrée nahm er mehrere CDs mit Werken von Felice Giardini und Tomaso Giordani sowie einige Kammerkonzerte von Antonio Vivaldi auf. Zur Zeit ist er Professor für Flöte am Konservatorium „G. Verdi“ in Turin. 


Carlo De Martini, Violine/Viola, absolvierte seine künstlerische Ausbildung in Mailand und Salzburg (Schule von Sandor Végh). Als Leiter des Kammerorchesters Il Quartettone (das er 1987 gründete) und mit dem Quartett Le Ricordanze spielte er zahlreiche CDs mit Werken von Bartok, Boccherini, Cambini, Mozart und lombardischen Komponistinnen ein, unter anderen in Zusammenarbeit mit Mario Brunello und Giuliano Carmignola. Als Forscher der alten Aufführungspraxis arbeitete er mit Laura Alvini und Roberto Gini, mit dem Ensemble Aglaia (Aufnahmen der „Kunst der Fuge“ und Violinkonzerte von Bach) und mit Harmonices Mundi (Werke von Albinoni, Stradella und Zelenka) zusammen. Zur Zeit widmet er sich dem klassischen Orchester Accademia Litta mit Originalinstrumenten, mit dem er seit 2005 eine Konzertsaison im Teatro Litta und anderen historischen Mailänder Sälen gestaltet und 2003 die Inszenierung von “Idomeneo” realisierte, die erste Produktion dieser Art in Italien. Er wurde mehrfach zu der von Sandor Végh in Cornwall gegründeten Open Chamber Music entsandt und ist heute Mitglied des Künstlerischen Ausschusses des Festivals der Zukunft in Ernen, Schweiz, das im Jahr 1987 von György Sebok initiiert wurde. Seit 1981 unterrichtet er Violine an der Internationalen Musikakademie in Mailand (ehem. Städtische Musikschule), wo er bereits 1991 ein Jugendorchester gründete. Seit einigen Jahren leitet er Universitäts- und Sommerkurse für die Orchesterausbildung und arbeitete für längere Zeit mit AsLiCo zusammen, wo er zwischen 1997 und 99 drei Inszenierungen für das Schulprojekt Opera Domani und zwischen 1999 und 2003 die Mozart-Opern „Zauberflöte“, „La Clemenza di Tito“ und “Idomeneo” für den Regionalen Aufführungsring der Lombardei leitete. 


Francesco Biraghi, Gitarre, begann sein Musikstudium bei Antonio Barbieri und schloss es am Konservatorium „Giuseppe Verdi“ in Mailand unter der Leitung von Ruggero Chiesa ab. Später nahm er an Kursen bei Oscar Ghiglia und für das Alte-Musik-Repertoire bei Hopkinson Smith teil. Noch vor dem Ende des Studiums begann er seine intensive Konzertkarriere, insbesondere in Kammermusikbesetzungen, die ihn mit stets großem Erfolg in über vierzig Länder führte. Dabei spielte er Rundfunk- und Fernsehaufnahmen ein und hielt an bedeutenden Instituten der Gastgeberländer Seminare und Vorträge über Gitarre und Kammermusik. Seit 1986 ist er ständiger Mitarbeiter der Zeitschrift “Il Fronimo” und verfasste zudem zahlreiche Konzert- und Schallplattenprogramme. Seit 2004 tritt er im Fernsehen für die Einführung in die Musikprogramme auf dem Kanal „Classica“ von „Sky TV“ auf; durch seine Kommunikationsbegabung ist er außerdem gern gesehener Moderator bei musikalischen Events. Er hielt Sommerkurse über Interpretation und wird oft als Jurymitglied für namhafte Gitarristenwettbewerbe berufen. Auf diskographischem Gebiet hat er mehrere Einspielungen vorzuweisen, die sowohl beim Publikum als auch bei der Kritik erheblichen Anklang fanden. Unter den zahlreichen Initiativen, an denen er beteiligt ist, ist der denkwürdige “Paganini-Marathon” zu erwähnen, der im Mai 2000 im Konservatorium Novara für wohltätige Zwecke organisiert wurde und großen Erfolg verzeichnete. Francesco Biraghi lehrt Gitarre am Konservatorium „Giuseppe Verdi“ in Mailand.

quelle: börse coswig