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Nachruf auf Else Lasker-Schüler (70. Todesjahr) von Wolfgang Hädecke – Literaturhaus - Villa Augustin Dresden | Alle Veranstaltungen

 
Else Lasker-Schüler starb vor 70 Jahren am 22. Januar 1945 in Jerusalem. Zum Jubiläum dieses Todesjahres blickt Wolfgang Hädecke auf ihr außerge-wöhnliches Leben und Werk zurück.
Als Elisabeth Schüler wurde die Schriftstellerin am 11. Februar 1869 in Eberfeld (heute Wuppertal) als sechstes Kind einer jüdischen Familie geboren. Nach Ab-bruch der Schule genoss sie Privatunterricht im Haus der Eltern. Lasker-Schüler führte mehrere Ehen, von denen die erste sie nach Berlin verschlug, wo sie dann bis 1933 ihren festen Wohnsitz hatte. Die Künstlerin pflegte viele intensive Freundschaften, u.a. mit Gottfried Benn und Franz Marc, aus denen Liebes-gedichte und Briefwechsel hervorgingen. Bis 1939 lebte Lasker-Schüler haupt-sächlich in der Schweiz und emigrierte schließlich nach Palästina.
 
Im Anschluss an die biographische Einführung wird Wolfgang Hädecke ausge-wählte Werke rezitieren und interpretieren, wobei er die Lyrik in den Mittelpunkt stellt. Else Lasker-Schüler widmete sich darin vor allem den Themen Liebe, Natur, menschliches Zusammenleben, Mythos, Religionen und Tod. Die Dichterin gilt als Mitbegründerin des Expressionismus. Neben ihrem umfangreichen lyrischen Werk, Gedichtbände z.B. „Styx“ und „Hebräische Balladen“, hat Lasker-Schüler drei Dramen, erstes und wichtigstes „Die Wupper“, kürzere Prosaskizzen und Erzählungen sowie Zeichnungen hinterlassen. Ihre Gedichte wurden auch mehrfach musikalisch interpretiert.