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Nashville Pussy support: The Egyptian Gay Lovers – Scheune Dresden | Alle Veranstaltungen

 

Nashville Pussy

 
„Dies ist unser Back In Black!“ Der Mann, der das behauptet, heißt Blaine Cartwright und besetzt in der amerikanischen Rockband
NASHVILLE PUSSY die überaus bedeutungsvolle Position des Sängers und Gitarristen. Cartwright spricht über das neue PUSSYAlbum
„Up The Dosage“, ein 13 Songs umfassendes Mach(t)werk voller Rasanz und Schärfe, voller Homogenität und gleichzeitig
stilistischer Vielschichtigkeit. „Up The Dosage“ schließt nahtlos an die 2009er Pussy-Veröffentlichung „From Hell To Texas“ an,
geht aber unüberhörbar noch einen ganzen Schritt weiter. Zu Recht ist Blaine Cartwright stolz und unüberhörbar glücklich über
das neue Material: „So vielseitig und gleichzeitig konsequent ist noch keines der bisherigen NASHVILLE PUSSY-Werke ausgefallen.
Alles klingt noch größer und besser, aber dennoch durch und durch rau und authentisch.“
Blaine Cartwright, der einst mit NINE PUND HAMMER für Furore sorgte, und seine Frau Ruyter Suys bilden seit 1996 das Rückgrat
von NASHVILLE PUSSY an Gitarre und Gesang, die Rhythmusfraktion wechselte jedoch stetig, wobei der Bass stets fest in
weiblicher Hand war. Aktuell stehen ihnen Schlagzeuger Jeremy Thompson und – seit zwei Jahren – Bassistin Bonnie Buitrago, die
für die in aller Freundschaft ausgestiegene Karen Cuda gekommen ist, zur Seite. Ein weiterer Name, der im Zusammenhang mit
„Up The Dosage“ erwähnt werden sollte, ist Eddie Spaghetti. Der Bassist der SUPERSUCKERS gehört spätestens seit der
gemeinsamen Europatournee beider Bands im Frühjahr 2009 zu Cartwrights besten Kumpels und half bei den neuen Songs
tatkräftig mit.
Von Anbeginn ihrer Laufbahn hat die Band eine Vielzahl kraftraubender Konzertmarathons absolviert. Sie tourte mit Größen wie
LYNYRD SKYNYRD, REVEREND HORTON HEAT, SLAYER, SUICIDIAL TENDENCIES oder ZZ TOP und spielten so namhafte Festivals wie
das Wacken Open Air. Mit Alben wie „Let Them Eat Pussy“ (1998), „High As Hell“ (2000), „Say Something Nasty“ (2002) oder „From
Hell To Texas“ (2009) konnten sie weltweit für Furore sorgen, Ende der Neunziger wurde die Band mit dem Song „Fried Chicken
And Coffee“ sogar für den Grammy Award in der Sparte ´Best Metal Performance` nominiert, und ihr letztes Gastspiel in Sachsen
liegt bereits gute zehn Jahre zurück, in denen sie – und das sei allen Die-Hard-Fans gesagt – keineswegs an ihrer Qualität als
mitreißende Liveband eingebüßt haben. Überzeugt Euch selbst!
 
 
The Egyptian Gay Lovers
 
Dem Unbedarften wird ein Bandname wie The Egyptian Gay Lovers wohl eher Fragezeichen im Blick abringen. Umso erstaunter
wird ihn die Live-Performance der wohl deftigsten Rocker-Truppe der Stadt hinterlassen. Was die altgestandenen Recken da auf
der Bühne abbrennen, ist mit „Feuerwerk“ wohl eher milde beschrieben. Was die Vier eint, ist der ungemeine Wille, den Rock’n
Roll auf den Punkt zu bringen. Sie schaffen es tatsächlich noch, in einem kurzen, knackigen Set voller Stücke unter zwei Minuten
und mittels ordentlich Bierdusche und Stinkefinger alles zu sagen, was gesagt werden muss. Hier braucht‘s keine Würfelkette zur
Zierde, denn hier wird ja nicht nur über Motorradfahren gelabert, und der V8 zum Style verklärt. Sie wissen mit Kickstarter und
Gaspedal noch im realen Leben umzugehen. Letzteres natürlich stets bis zum Bodenblech durchgetreten.
Ihr Testosteron-getriebener Kick-Ass-Rock’n Roll der alten Schule orientiert sich an Bands wie ZEKE aber auch ANGRY SAMOANS
oder ZERO BOYS. Auch die eine oder andere Reminiszenz an MOTÖRHEAD darf nicht fehlen, und selbst ihre Hardcore-Roots
finden sich im Sound hier und da wieder. Seit über zehn Jahren beackern sie nun die Bühnen halb Europas, und letztes Jahr
wurden sie gar von BIOHAZARD gefragt, ob sie nicht ihre Tour mitfahren wollten. Die Härten des Alltags standen dieser
Herausforderung jedoch leider am Ende im Weg, weshalb den Mainstream-Fans einmal mehr eine der besten, weil wohl
ungestümsten, Livebands des Landes entging. Blieb mal wieder Zeit, ein paar neue Stücke einzuspielen. So wird u.a. ein SAXONCover
auf er anstehenden Scheibe mit den HIP PRIESTS erscheinen. Überhaupt sind sie die Könige des Vinyls, denn ihr Tonträger-
Output beschränkt sich auf eine Unzahl an 7“-Vinyls und Split-Releases u.a. mit COOGANS BLUFF, den HOOKERS, THE CHUCK
NORRIS EXPERIMENT u.v.a.m.. Sie sind der lebende Beweis, dass die alte Schule nicht die schlechteste sein muss!