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Nordkorea – Club Passage Dresden | Alle Veranstaltungen

 

Nordkorea ist kein Land. Es ist ein Gefängnis mit 24 Millionen Insassen. Es ist der Beweis, dass Sozialismus nur ein Begriff, eine Idee ist – wie Marx ja selbst sagte. Und der Beweis, wie weit der Gedanke von der Gleichheit der Menschen pervertiert werden kann.
Der Reisende hat einiges auszuhalten im Land ohne Beleuchtung: Bei der Anreise werden Druckerzeugnisse konfisziert, mitgebrachte Diktiergeräte können zu 6 Jahren Arbeitslager führen – oder öffentlicher Hinrichtung in Pjöngjang – für welche Pioniere schulfrei erhalten um am Schauspiel teilnehmen… zu müssen. Wer gehofft hat, dass alles nicht so schlimm sein wird wie vorrecherchiert, sieht sich mit einer Dauerflut an Enttäuschungen konfrontiert. Hotel verlassen verboten! Menschen in Uniform oder Arbeitskleidung fotografieren verboten! Kontaktaufnahme (beidseitig!) verboten! Stattdessen werden u.a. Kinder vorgeführt, die altersentsprechend unmögliche Leistungen auf Instrumenten vorführen. Und zu sehen sind (ausschließlich dürre) Menschen auf den Straßen, deren Gesichtsausdrücke mit „tot“ unzureichend beschrieben sind. Untot? Ansonsten fahren Sie auf leeren, 100 Meter breiten Autobahnen – auf der Gegenspur. Das Gegenteil von gut ist gut gemeint! An der Grenze zu Südkorea, dem Bruderfeind, wollen Sie weinen, während Sie zwischen je einer Million Soldaten an einem Schreibtisch stehen, an welchem sich Feind und Feind Hunderte Stunden angeschwiegen haben, mit ein paar Atombomben unterm Arm. Aber Tränen sind eine Illusion. Alles nicht sooo schlimm? - Es gibt keine Vögel in Nordkorea. Dieser Vortrag zeigt den Bodensatz menschlichen Daseins. Asozial-Ismus!

Quelle:Club Passage