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ÖSTERREICHISCHER KURZFILMABEND – Societaetstheater | Alle Veranstaltungen

 

ÖSTERREICHISCHER KURZFILMABEND

(in Kooperation mit sixpackfilm Wien)

Wir zeigen Kurzfilme, die Österreich aus vielen Perspektiven zeigen. Frech, jung, unangepasst und liebenswert. Das Programm wurde gemeinsam mit sixpackfilm ausgesucht und vorbereitet. Sixpackfilm wurde 1990 als Non-Profit-Organisation gegründet, dessen wichtigstes Ziel in der Herstellung von Öffentlichkeit für das österreichische künstlerische Film- und Videoschaffen im In- und Ausland besteht. Mittlerweile kooperiert sixpackfilm mit mehr als 200 Festivals weltweit und kann jährlich über 500 Einladungen vermitteln.

SCHWITZEN (2014, 30 min) | Iris Blauensteiner
Pumpender Sound, menschenleere Weinviertler Weite: Sommerferien, Provinz, Langeweile. Zwei Freundinnen sinnieren über ihre Zukunft und schlagen die Zeit tot. Genervt von der Wiederkehr des Immergleichen, kanalisieren sie ihre adoleszenten Unsicherheiten in spontanen Aggressionsausbrüchen. Coming-of-Age zwischen Möchtegern-Gangsterattitude, Disco und behutsamer Suche nach Identität.

Iris Blauensteiner(* 1986) in Wien. Sie studierte bildende Kunst an der Akademie der bildenden Künste Wien und erhielt 2011 ein Diplom der Theater-, Film- und Medienwissenschaft. Derzeit arbeitet sie in den Medien Theater, Text und Film. Für ihre Arbeiten erhielt sie bereits viele Preise und Stipendien. Z.B. den Vienna Independent Shorts Publikumspreis (2006), den film:riss-Jurypreis für Kunstfilm (2007), den Spec-Script-Award der Drehbuchwerkstatt Salzburg (2010), das Start-Stipendium für Literatur des bm:ukk (2011). 2013 wurde ihr Stück LEONHARD.STADFUCHS für den Retzhofer Dramapreis 2013 nominiert und sie erhielt das Rom-Stipendium des bm:ukk 2013. Daneben veröffentlichte sie in Literaturzeitschriften und Anthologien.

MUSIK (2014, 38 min) | Stefan Bohun
Ein korrupter Beamter, der eigentlich nur raus will – aus Job, Routine und Abwärtsspirale. Und stattdessen etwas ganz anderes möchte, so etwas wie Musik. In einer heiter-tragischen Gratwanderung zwischen Absurdität und Realismus erzählt Stefan Bohun von einem liebenswerten Realitätsverweigerer, der ausgerechnet in der pubertierenden Freundin seiner Tochter eine glühende Bewunderin findet.

Stefan Bohun (* 1979) aus Mödling bei Wien studierte an der Filmakademie Wien. Sein Abschlussfilm an der Filmakademie – MUSIK – den sein Bruder David mitproduzierte, hatte auf der Diagonale 2014 – das Festival des österreichischen Films - Premiere und wurde als bester Kurzspielfilm ausgezeichnet. MUSIK eröffnete das Wiener Open Air Kino „Kino unter Sternen“ am Karlsplatz und war beim Open Air Kurzfilmfestival esspressofilm zu sehen. Weitere Preise waren der FIRST STEPS Award (Deutschland) 2014 für Spielfilm bis 60 Minuten und der Max Ophüls Preis beim 36. Filmfestival in Saarbrücken 2015.


GEFÜHL DOBERMANN (2015, 16 min) | Gabriele Mathes
Die Regisseurin brieft die Mutter zur anstehenden Filmszene, doch beklagt diese den darin formulierten Zorn der Tochter. Ob den der Figur oder den der tatsächlichen Verwandtschaft, bleibt unklar. Wie sich auch der weitere Handlungsverlauf der eindeutigen Unterscheidung von Spiel und Leben widersetzt. Ein subtil gebautes Kammerspiel über (familiäre) Sprachlosigkeit, Kindheitstraumata und Sadismus.
Gabriele Mathes (* 1960 in Wels) ist eine österreichische Filmregisseurin. Sie studierte zunächst Anglistik, Philosophie und Kunstgeschichte. 1985 wurde sie an die Filmakademie Wien aufgenommen, wo sie bei Axel Corti und Peter Patzak Regie studierte. Ihre Kurzfilme sind häufig dokumentarisch essayistisch. Seit 2006 ist Gabriele Mathes Leiterin der wienervideo&filmtage, eines Filmfestivals für Kinder und Jugendliche. Anlässlich der Fußball-Europameisterschaft 2008 koproduzierte sie die österreichisch-schweizerische Fußball-Kurzfilmrolle Eleven Minutes. 
Für ihren autobiografischen Film EINE MILLION KREDIT IST NORMAL, SAGT MEIN GROßVATER erhielt Gabriele Mathes den Preis für innovatives Kino bei der Diagonale 2006 und den New Visions Award bei cph:dox 2006. Für FLASCHENPOST wurde Mathes mit dem Österreichischen Kurzfilmpreis bei Vienna Independent Shorts 2012 ausgezeichnet.

ERDBEERLAND (2012, 32 min) | Florian Pochlatko
ERDBEERLAND ist ein Spielfilm über den nicht immer einfachen Weg der Selbstfindung für eine Gruppe Jugendlicher, vom Druck in der Schule und unter Freunden, vom ersten Rausch und vom ersten Verliebtsein. Adoleszenter Alltag in Österreich – saufen, onanieren, verkorkste Liebe. Dazwischen: martialischer Drill im Turnunterricht und abwesende Erwachsene. Detailverliebt und rhythmisch präzise inszeniert Pochlatko das Erwachsenwerden als peinsame Erfahrung. Irgendwo zwischen Klischee und Überspitzung liegt das Erdbeerland.
Florian Pochlatko (*1986) aus Graz studiert Regie an der Filmakademie Wien. Er ist einer der fünf StartstipendiatInnen 2015 der Filmabteilung der BKA-Kunstsektion. Neben seinem Masterstudium an der Filmakademie, belegt er einen Masterlehrgang an der Akademie der Bildenden Künste. Hier beschäftigen ihn die Critical Studies, fächerübergreifende Kunst- und Kulturwissenschaft. Sein bekanntester Film ERDBEERLAND lief auf zahlreichen Festivals und wurde mit vielen Preisen ausgezeichnet (u.a. Bester Kurzfilm Diagonale 2013 und Österreichischer Filmpreis 2014). Dabei hat er für sich eine offene Arbeitsform entdeckt, die Einflüsse von außen, vom Team und vom Ensemble, und vielleicht auch den Zufall, mit einbezieht.
Vorstellungsdauer: ca. 125 Minuten
Vorstellungsdauer: 2 x ca. 60 Minuten

Quelle: Societätstheater