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Projeto Brasil – Kunst, Performance und Widerstand in Brasilien – HELLERAU - Europäisches Zentrum der Künste | Alle Veranstaltungen

 

Projeto Brasil – Kunst, Performance und Widerstand in Brasilien

Kurz vor den diesjährigen Olympischen Spielen in Rio de Janeiro veranstaltet HELLERAU vom 19. Mai bis 5. Juni gemeinsam mit seinen Partnerzentren in Berlin, Düsseldorf, Frankfurt und Hamburg ein Festival über Kunst und Widerstand in Brasilien: Projeto Brasil. Brasilien – Land der Gegensätze: Karneval, Samba, überwältigende Natur und natürlich Fußball. Aber auch Chaos und Katastrophe zwischen Korruption, Homophobie, Rassismus und Gewalt. Projeto Brasil beschreibt den einzigartigen Zustand des Unfertigen, Experimentellen, Improvisierten und des Gegenläufigen der brasilianischen Gesellschaft. Tanz, Theater, Performances, Musik, Bildende Kunst und ein intensives Diskursprogramm zeigen unterschiedliche kreative Positionen als Auseinandersetzung mit einer brasilianischen Alltagskultur auf. Was bedeutet eine Widerstandskultur und wie manifestiert sie sich? Lia Rodrigues geht in ihrer neuen Arbeit, einer gemeinsamen Koproduktion, der Frage nach, wie wir uns selber verwandeln können, um die Welt aus einer anderen Perspektive zu sehen. Eduardo Fukushima zeigt in seinem intensiven Solo die Wandelbarkeit und Brüchigkeit des Körpers. Marcelo Evelins Tanzstück handelt von unserer Furcht und Faszination vor dem Unbekannten. Cristian Duarte nimmt uns auf eine Reise durch die Tanzgeschichte mit. Mit Leonardo Moreira und Companhia Brasileira de Teatro präsentieren wir zwei virtuose Theaterarbeiten, die ein beeindruckendes Panorama der brasilianischen Gesellschaft aufzeigen. Alice Ripoll zeigt die junge Verbindung von Passinho, Breakdance und queeren Positionen auf. BR Trans taucht tief in die Trans-Welt ein. Die Musik von Metá Metá mischt Afrobeat, Samba, Jazz, Funk und Yoruba-Traditionen zu einem aufregenden Sound. Die von Paula Borghi kuratierte Ausstellung alles ruhig, alles vorteilhaft präsentiert eine facettenreiche Bandbreite brasilianischer Bildender Kunst. Die Fotos von Pedro Lobo und Severino Silva in der Ausstellung Rio is a hot City - Architektur des Überlebens sind bedrückende, überraschende und bewegende Dokumente einer zutiefst widersprüchlichen Gesellschaft. Das Activists’ Lab, das wir mit unserem Kooperationspartner Hole of Fame dort veranstalten, versteht sich als ständig wandelbarer Denk- und Begegnungsraum, in dem Themen zu Kultur und Widerstand, Protestbewegungen und Partizipation verhandelt werden.

quelle hellerau.org