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RALF – Die Abenteuer von 60 Minuten – Staatsschauspiel Dresden - Kleines Haus | Alle Veranstaltungen

 

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von Lisa Danulat | Regie: Sapir Heller 

Der Planet Melmac ist explodiert, alle Bewohner müssen flüchten. Auch Alf, der mit seinem Raumschiff auf der Garage einer ­amerikanischen Durchschnittsfamilie bruchlandet. So der Beginn der US-amerikanischen Serie „Alf“, die Anfang der 90er-Jahre auch die Menschen in Deutschland allabendlich vor den Fernseher zog.
Fast 30 Jahre später in Deutschland: Ralf, Flüchtling, landet bei der Familie Tanner und möchte nur eins: bleiben. Trotz der Bedenken von Hausfrau Kate darf er in das Gästezimmer einziehen, muss sich jedoch versteckt halten, aus Angst vor den Behörden und den Reaktionen der Nachbarn. Dem Familienvater Willie, erfolgloser Autor und Sozialhilfeempfänger, kommt der Flüchtling ganz gelegen, sichert doch Ralfs Nebenjob die monatliche Miete. Seine Frau findet die neue Situation hingegen unerträglich: Ralf wirbelt alles durcheinander, ja er stört, zerstört ihre Familie. Man hat sich eingerichtet, und plötzlich fängt das vermeintliche Vorstadtidyll unaufhaltsam an zu bröckeln. Die Begegnung mit dem Fremden wird zur schonungslosen Begegnung der Figuren mit sich selbst: Wovon haben sie selbst einmal geträumt? Wo ist der eigene Platz in der Welt? Wie weit würde man gehen, um diesen zu verteidigen? „Der Kosmos steht zu deiner Verfügung“, hieß es in der ersten Episode der Serie „Alf“. Eine Farce oder das hoffnungsvolle Versprechen auf den zur Realität werdenden „amerikanische Traum“? Und gilt das eigentlich auch für Ralf?

Quelle: Kleines Haus Dresden