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Ringvorlesung: UNGEWISSHEIT IN DEN NATURWISSENSCHAFTEN – GRENZEN NATURWISSENSCHAFTLICHER ERKENNTNIS – Schlosskapelle im Residenzschloss Dresden (Schlosstheater) | Alle Veranstaltungen

 

Die Naturwissenschaften werden verschiedentlich, und durchaus auch von Naturwissenschaftlern selbst, als neue Theologie gefeiert: Implizit wird vielfach angenommen, dass grundsätzlich alle wissenschaftlichen Fragen auch beantwortet werden können. Ein illustres Beispiel dafür ist das mit einer Milliarde Euro geförderte „Human Brain Project“, das angetreten ist, ein virtuelles Computer-Gehirnmodell zu erschaffen – und damit bisher erwartungsgemäß kläglich gescheitert ist. Dabei werden zwei wesentliche Beschränkungen unserer Erkenntnis ignoriert: einerseits gibt es hochkomplexe Systeme, deren Verhalten im Detail grundsätzlich nicht prognostiziert werden kann; andererseits muss davon ausgegangen werden, dass auch unser menschliches Gehirn, wie jedes andere „Gehirn“ eines Organismus, als evolutionäres Produkt bestimmten Erkenntnisgrenzen unterworfen ist. Eine evolutionsbiologische Betrachtung kann uns hier eine gewissen Bescheidenheit und Demut lehren.

quelle dhmd.de