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Ringvorlesungen: Die demokratische Frage neu gestellt – Staatsschauspiel Dresden - Kleines Haus | Alle Veranstaltungen

 

Durch die Zäsur der friedlichen Revolution vor 25 Jahren und die anschließenden Transformationsprozesse in Ostdeutschland und -europa wurden Erwartungen und Wünsche an die Demokratie gestellt, die oft nicht im Einklang mit den heutigen Erfahrungen stehen. Die Bandbreite an demokratischen Bestandsaufnahmen attestiert u. a. den Verfall des Bürgers zum bloßen Konsumenten (Jörn Lamla), die steigende Komplexität von politischen Aufgaben und die damit einhergehenden Probleme für die Teilhabe der BürgerInnen (Ingolfur Blühdorn) oder die Unvereinbarkeit von Kapitalismus und Demokratie auf lange Sicht (Wolfgang Streeck). Es gibt Ansätze, die beispielsweise auf Zivilcourage und aktiver Bürgerlichkeit (Sandra Seubert), mehr Beteiligungsmöglichkeiten oder dem Internet als demokratische Plattform basieren. Ziel ist es meist, die BürgerInnen wieder zum Ausgangs- und Mittelpunkt der Demokratie zu machen, damit der Ruf „Wir sind das Volk!“ nicht zu einer leeren Floskel wird. Neben den genannten Referenten erwarten wir Agnés Heller, Aurel Croissant, Christoph Bieber, Danny Michelsen, Klaus Dörre, Ingrid Baringhorst und Günter Frankenberg.