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Secrets Of The Moon + DHG + Tulcandra + OSDOU – Scheune Dresden | Alle Veranstaltungen

 

Secrets Of The Moon - GER - Lupus Lounge/Prophecy

Seit ihrer Gründung 1994 galten Secrets Of The Moon als die Heilsbringer des heimischen Black Metal. Sie schafften es stets, die musikalische Bandbreite des Genres auszureizen, die Grenzen auszuloten und auszuweiten, wenn es nötig erschien. Bereits ihr Debütalbum aus dem Jahr 2002, mehr noch aber ihr Zweitling "Carved in Stigmata Wounds" aus dem Jahre 2004 waren der Grundstein für den eigenen, technisch ausgefeilten Stil der Band, der sich über die folgenden Outputs mehr und mehr verfeinerte. Spätestens seit ihrem 2009er Werk "Privilegivm" durchzogen auch schleppende Doom Passagen mehr und mehr ihre Songs. Nach ihrem Labeldeal mit Lupus Lounge Records und ihrem erneut hochgelobten letzten Output "Seven Belles" wurde es allerdings aprupt ruhig um die Band, da ihre langjährige Bassistin LSK, eine der wenigen Musikerinnen dieser Szene, unerwartet verstarb. Diesen Schock mussten sie menschlich und musikalisch verarbeiten. Nun liegt mit "Sun" das Ergebnis dieses Prozesses vor, und es wird einmal mehr den scheinbar in Stein gemeiselten Rahmen des Black Metal sprengen.
 

Dødheimsgard - NOR - Peaceville Records

Dødheimsgard oder kurz DHG aus Oslo sind eine der schillerndsten Bands des norwegischen Black Metal. 1994 von Sänger Björn „Aldrahn“ Dencker und Gitarrist und Songschreiber Yusaf „Vicotnik“ Parvez gegründet, vollführten sie über die Jahre hinweg eine musikalische Metamorphose wie wohl kaum eine andere Band. Was als klassischer, finsterer und roher Norwegischer Black Mteal der alten Schule begann, wurde schnell zu einem wilden, experiementellen Ritt durch eigenartige Klangexperimente und abwegigste Schubladen. Psychedelische Elemente fanden den den Weg in den Sound und die Performances der Band genauswo wie Industrial, Cyber-Grind und Free-Jazz-Samples. Spätestens mit ihrem Album "666 International" aus dem Jahre 1999, bei dem maßgeblich der wahnwitzige Soundtüftler Svein Egil „Zweizz“ Hatlevik die Fäden in den Händen hielt, haben sie sich das Prädikat Avandgarde verdient. Diesen Kurs sind nicht all ihre alten Fans widerspruchslos mitgegangen, aber bei den Kritikern ernteten sie Lobeshymnen ob ihres Mutes zum Unerhörten. 2015 wagen sie mit "A Umbra Omega" einen weiteren Schritt in Richtung Grenzen des Genres. Epische Stücke zwischen rasendender Hatz und transzendalen Wandlungen, mal psychedelisch verspielt, mal ultrabrutal und auf den Punkt durchgeprügelt. Ein wilder Ritt über den nordischen Himmel. Und nachdem hierfür Interimssänger "Kvohst", der nunmehr bei den Grave Pleasures und Hexvessels tätig ist, das Mikro einmal mehr an den zwischenzeitlich ausgeschiedenen "Aldrahn" weiter reichte, fanden sie nach zehn Jahren wieder zu ihre alten Stammbesetzung zurück. Und wenn man sich vor Augen hält, daß in ihren Reihen so namhafte Szenegrößen wie Fenriz, Apollyon und Satyr mitwirkten, so sollte klar sein, daß wir hiermit eine wirklich bahnbrechende Band des Norwegian Black Metal auf der Bühne erleben dürfen.
 

Thulcandra - GER - Napalm Records

Steffen Kummerer und Jürgen Zintz, einst beide bei Obscura tätig, sind der Grundstein der Band Thulcandra. Sie war anfangs die willkommene Möglichkeit, einige kraftvolle, rohe Songs, die aber nicht so recht in den hochtechnischen Kanon von Obscura passen wollten, dennoch heraus zu bringen. Hier konnten sie ihre heimliche Liebe für schwedischen, schwarz angehauchten Death Metal der Marke Dissection ausgiebig fröhnen. 2005 beging Jürgen Zintz Selbstmord und so griff Steffen Kummerer erst vier Jahre später die Idee der Band wieder auf, als er zufällig das erste Demo aus einem Umzugskarton heraus kramte. Seither gelten sie als perfekte Reinkarnation von Bands wie Dissection, Eucharist und Unanimated, spielen auf höchstem technischen Niveau und bieten hinreißenden Sound garniert mit mehrstimmigen Melodien und Akkustik-Gitarrenparts.
 

Our Survival Depends On Us - AUT - Van Records

Die Salzburger Band um den Gitarristen und Sänger Mucho Kolb (ex-Soulsearch/My Midnight Sun), Drummer Manni Eibner und ex-Belphegor Bassisten Barth Resch ist bereits seit Ende der 90er Jahre aktiv. Sie kombinieren Mantra- und Tribal-Drumming mit hypnotischen Klanglandschaften generiert aus zwei 7-Saiter-Gitarren sowie pulsierendem Bass und Samples. Der eigenwillige Stilmix aus Neofolk, Industrial und Sludge Doom ist abwechslungsreich und thematisch sehr naturbezogen und okkult.

Quelle: scheune.org