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SEDAA Mongolei, Iran – Staatsschauspiel Dresden - Kleines Haus | Alle Veranstaltungen

 

»Sedaa« bedeutet im Persischen »Stimme«. Dass dies ein gut gewählter Name ist erleben die Zuhörer bereits mit den ersten Tönen, entführen doch die beiden in ihrer mongolischen Heimat ausgebildeten Meistersänger Nasaa Nasanjargal & Naraa Naranbaatar ihre stauenden Zuhörer in ein wahres Stimmenland mit auf- und abschwellenden Ober- und Untertönen.

Das ist beeindruckend genug, doch längst nicht alles.
Gemeinsam mit dem iranischen Multiinstrumentalisten Omid Bahadori, der eine Vielzahl perlender orientalischer Klangfarben einbringt, schaffen die Musiker eine eigene Welt zwischen mongolischer Steppe und orientalischer Mystik und verbinden da fast nebenbei die beiden jahrtausendealten Musik-Kulturen zu einem ebenso ungewöhnlichen wie faszinierenden Ganzen.
Komplettiert wird die Gruppe vom ebenfalls aus der Mongolei stammenden Musiker Ganzorig Davaakhuu, der virtuos die Hackbrett genannte Kastenzither spielt.
Wer da mit einem kleinen Stirnrunzeln auf die nur zwei Saiten der mongolischen Pferdekopfgeige und den ebenfalls nur zweisaitigen Pferdekopf-Kontrabass schaut, der wird bereits nach kurzer Zeit beschämt und erstaunt sein über den Klangreichtum und die Variationsmöglichkeiten dieser traditionellen mongolischen Instrumente.