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Seiichi Furuya. Gravitation. Fotografien 1978 - 1994 – Technische Sammlungen der Stadt Dresden | Alle Veranstaltungen

 

Seiichi Furuya. Gravitation. Fotografien 1978 - 1994 

Die fotografische Arbeit von Seiichi Furuya (geb. 1950) ist durch sein Leben als Wanderer zwischen den Kulturen und Grenzgänger zwischen Ost und West geprägt. Der gebürtige, als Architekt und Fotograf ausgebildete Japaner kam 1973 nach Österreich und verbrachte wichtige Jahre seines Lebens, 1984 - 1987, im Osten Deutschlands, in der DDR. Zentrale Themen seines Werkes sind Reflexionen zum Leben mit seiner tragisch aus dem Leben geschiedenen Frau und dem gemeinsamen Sohn (Memoires) und, darüber vermittelt, die geschichtlichen Ereignisse im Zusammenhang mit dem politischen Systemwechsel in Staaten Zentral- und Osteuropas. 
Auch die aus ca. 50 Schwarzweißaufnahmen bestehende Serie „Gravitation“ entstand als Ergebnis einer auf die Essenz der Erinnerung zielenden Rückschau aus dem Abstand von Jahren, als Entnahme aus dem eigenen Bildarchiv. Die Motive - Aufnahmen, die hauptsächlich in Österreich und der DDR entstanden - verbinden sich über das Disparate und Vereinzelte zum Anzeichen eines intuitiv wahrnehmbaren Unheimlichen. Die Bildinhalte sind jeweils für sich genommen, als zumeist der europäischen Kultur zugehörig, doch mit einem fremdelnden Blick gesehen, zu entschlüsseln. Die Serie im Ganzen bildet einen Essay über die Brüchigkeit der kulturellen Schwerkraft, der Gravitation. 
Die Ausstellung findet zusammen mit weiteren Präsentationen zum Werk von Seiichi Furuya im Kunsthaus Dresden „Seiichi Furuya Dresden 1984. Was wir sehen“ (ab 2.4.2015) und in der Galerie für Zeitgenössische Kunst Leipzig „Staatsgrenze“ (ab 10.4.2015) statt. 
Quelle: Stadtmeseum Dresden / Städtische Galerie Dresden