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Serkowitzer Volksoper: PRÄLUDIUM UND UNFUG – Saloppe Dresden | Alle Veranstaltungen

 

 Ein musikalisches Possenspiel nach Johann Sebastian Bach -

Seit der Gründung der Serkowitzer Volksoper im Jahre 2011 ist das freie, professionelle Musiktheaterensemble jährlich mit Opernbearbeitungen an die Öffentlichkeit getreten, die als abhängig und unabhängig gleichermaßen gelten können: abhängig von der Gunst privater und öffentlicher Geldgeber, unabhängig im Geiste. Jede der Stückinterpretationen ist einerseits von einer großen Achtung gegenüber dem musikalischen Erbe, andererseits aber auch vom freien Umgang damit geprägt. Die originellen Bearbeitungen verstehen die Stücke als Material und setzen sie in den Kontext des 21. Jahrhunderts; dies und der allgegenwärtige Schabernack veranlasste letztlich einen namhaften Kollegen zu der Äußerung, die Truppe habe die "Kabarettoper" erfunden. Wie dem auch sei - eine Aufführung der Serkowitzer Volksoper verspricht ernsthaften Unfug auf hohem künstlerischen Niveau

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Mit "PRÄLUDIUM UND UNFUG" wildert die Serkowitzer Volksoper erstmals auf dem Feld der Alten Musik und widmet sich zwei weltlichen Stücken von Johann Sebastian Bach - der Kaffekantate und der Bauernkantate. Ursprünglich nicht für szenische Aufführungen verfasst, werden die Werke in den Rang des Musiktheaters erhoben, wobei sich ganz am Rande zwei Fragen stellen: woher kam eigentlich der Kaffee, den die Leipziger Bürgersleute anno 1734 genüsslich schlürften, und kann die in der "Bauernkantate" ausgesprochene Huldigung des Gutsherrn durch das Landvolk wirklich ehrlich gemeint sein? Nolens volens hat Bach damit der Serkowitzer Volksoper eine Steilvorlage für ihre nächste Betrachtung der Großen und Kleinen Welt geliefert, in der Ernsthaftigkeit, Albernheit, Wortwitz und Musizierkunst gleichberechtigt nebeneinander stehen.

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