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Shanghai + Peking eine Bilderflut die berührt – Kulturcafe Mitschke | Alle Veranstaltungen

 

Emotionale Vorträge seit 20 Jahren frei erzählt Jörg Hertel über seine Reiseerfahrungen und Geschichten. Noch bis vor Kurzem übte China ausschließlich in der bis 1997 britischen Kronkolonie Hong Kong als „Sonderverwaltungszone“ das radikalste Kapitalismus-Experiment der Menschheitsgeschichte. Der offizielle Slogan „Ein Land – zwei Systeme“ hat sich nun aber auf das gesamte land ausgebreitet, der Anti-Kommunismus-Virus wurde zur Staatsdoktrin erklärt. Was auch sonst legitimiert die Macht der noch immer herrschenden Arbeiterpartei. Selbst Marx sagte ja; „Es war nur eine Idee…“! In der Hauptstadt Peking gewinnt man noch den Eindruck einer gewissen Gleichzeitigkeit von Tradition (Kaiserpalast) und Moderne (die spektakuläre Zentrale des chinesischen Staatsfernsehens CCTV).

Doch im Ganzen wuchert die Stadt mit intensivem, überbordendem Leben. Und wer einmal auf dem größten Stadtplatz der Welt, dem Tienan’men gestanden hat, versteht, dass es doch auf Größe ankommt… Nur ein Besuch auf der 70 km von Peking entfernt verlaufenden Chinesischen Mauer (5 von 21.000 km!) kann den Besucher wieder soweit befrieden, dass er sich so gekräftigt der Stadt Shanghai zuwenden kann, die jedwede Fessel bezüglich Größe und Ressourcenverbrauch abgestreift hat. WANDalismus! In dieser Metropole wird vorgeführt, wie der Kapitalismus sein wird: besonders schillernd kurz vorm Zusammenbruch. Und wie leichtfüßig das sich selbst zerfleischende System erlernt werden kann. Noch vor 20 Jahren befand sich auf der Flusshalbinsel Pudong nur Wiese. Heute ragen dort etwa 100 Wolkenkratzer, u.a. das zweihöchste Gebäude der Welt, das 630 m hohe Shanghai Center, in den oft vernebelten Himmel! Dieser Vortrag ist Bilderflut im wörtlichen Sinne. Lassen Sie sich gefangen nehmen (und vielleicht befreien) vom Aberwitz ungezügelten Wachstums!

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