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Lied / Chanson / Singer Songwriter |

SINGER-SONGWRITER-NACHT VOL. 02 – Japanisches Palais Dresden - SKD | Alle Veranstaltungen

 

Burkini Beachs „Bodyguards“ klingt, als käme Sufjan Stevens aus Bayern“, schreibt der Musikexpress. Das Lied stammt vom Debütalbum „Supersadness Intl.“ von ex-The Dope-Frontmann Rudi Maier. Ein Album allerdings, dass nicht auf Cd oder LP erscheint, sondern als Buch und Download. Das ist aber auch gerechtfertigt, denn neben traurig-wunderschönen Indie-Folk-Pop Songs, sind das vor allem seine schonungslosen, großartigen Texte, die Burkini Beach auszeichnen. Ein bisschen schwarzer Humor, das sagt schon der Bandname, ist natürlich auch mit von der Partie.

Die Live-Band, mit der Maier die Stücke umsetzt liest sich wie ein Who is Who der deutschen Indieszene: (Sir) Simon Frontzek (Tomte,  u.v.a.), der das Album auch produziert hat, wie auch Florian Sievers von Talking To Turtles spielen da mit. Gemastert wurde „Supersadness Intl.“ von Doug van Sloun, der auch schon an Alben von Bright Eyes oder den Kings of Convience arbeitete.

Attic Giant aus Wien spielen auf der Singer Songwriter Nacht ihr erstes Deutschlandkonzert überhaupt. Die Vorschusslorbeeren könnten kaum größer sein. Die Single „IO“ zur gerade erschienen Debüt EP „Flush“ rotiert in Österreich bereits auf FM4. Diverse Blogs vergleichen ganz aufgeregt mit dem frühen Bon Iver, erfreuen sich aber auch an mini-symphonischen Ausfahrten, die diese zunächst als zarte Schlafzimmer-Recordings beginnenden Lieder mit Klavier, Pauke, backing vocals und diversen Holz- und Blechblasinstrumenten unternehmen. Die umfangreiche Weiterentwicklung der Stücke resultiert darin, dass Attic Giant seine Musik nunmehr als 5-köpfige Band auf die Bühne bringt.

Eigentlich sollte Karlie Apriori „etwas Richtiges“ machen, doch die Leidenschaft für die Musik war größer, als die für einen regelmäßigen Gehaltsscheck. Zum Glück, denn Karlies Musik fällt auf. Sie präsentiert ihre Lyrics ausschließlich mit einer angezerrten E-Gitarre und führt uns auf moderne Weise zurück zum klassischen Singer-Songwriter. Ihre Texte sind ehrlich, ihre Erzählweise unaufgeregt, ihre Stimme natürlich. Keine Poesie, kein Lametta, aber viel Gefühl. Karlie Apriori ist in Leipzig geboren, lebt aber mittlerweile in Berlin und schreibt nebenher Kolumnen. Ihre Songs sind persönlich, aber sie schämen sich nicht. Sie sind realistisch, aber sie geben nie auf. Sie handeln von dem, was wir alle kennen: Von den Selbstzweifeln und vom Hadern und vom Hoffen. Vom Angst haben und vom Loslassen. Von Freundschaft. Von Liebe. Vom Leben.

Hinter dem Namen MD Woods verbirgt sich Nicholas Lee Moore ein Singer/Songwriter aus Rochester, New York. In der heimischen Folk Szene ist Moore schon als Größe bekannt, hauptsächlich durch die intimen House Shows die er für sich und seine Musik entdeckt hat. Seine Lieder handeln thematisch vom “Coming of Age” eines jungen Mannes im ländlichen Maryland, romantische Dramen und existenzielle Krisen mit allem Drum und Dran. Manche seiner Songs erinnern vage an Ryan Adams oder Ray Lamontagne doch in allen spürt man seine Sensibilität und seinen humorvollen Intellekt.

quelle: palais sommer