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SINGER-SONGWRITER-NACHT VOL. I – Japanisches Palais Dresden - SKD | Alle Veranstaltungen

 

Palais Sommer und K&F Records präsentieren ein neues Format für Indie-Folk, Pop und Singer-Songwriter in Dresden. Ein Konzertabend mit drei Bands und Solokünstlern – open air, kostenlos und sehr lauschig direkt an der Elbe.

Headliner im ersten Jahr ist Scout Niblett, deren brüchiger, elektrifizierter Folk seit Jahren in einem Atemzug mit Größen des Genres wie Bonnie ‚Prince’ Billy, Cat Power und PJ Harvey genannt wird. Daneben die harmonische Grandezza von Sarah and Julian und mit Steffen Nibbe von Staring Girl einer der besten deutschen Texter in der Tradition von Gisbert zu Knyphausen und Fink.

SCOUT NIBLETT (USA)

Emma Louise Niblett, genannt Scout Niblett, ist eine englische Singer/Songwriterin, die in den USA (Portland/Oregon) lebt und zwischen 2001 und 2013 sechs Alben veröffentlicht hat. Nun kommt sie zum ersten Mal seit drei Jahren nach Deutschland, um alte aber auch ein paar neue Songs vorzustellen, die hoffentlich bald auf einem neuen Album erscheinen werden.
Scout Niblett tourt schon seit einigen Jahren um die Welt, gemeinsam mit Größen wie Cat Power, PJ Harvey oder Bonnie Prince Billy (mit dem sie im Duett wohl ihren bekanntesten Song „Kiss“ aufgenommen hat) hat sie sich dabei einen immer größer werdenden Hörer-Kreis erspielt. Dabei macht sie nur das, was sie sich schon als 7-Jährige vorgenommen hat: Musikerin zu sein. Ihr markanter Klang ist geprägt von zurückhaltender Instrumentierung, die die Intensität ihrer Stimme erst so richtig ausstellt. Für zwei ihrer Alben hat Steve Albini, Produzent der Pixies und Nirvanas, verantwortlich gezeichnet.
Über ihr letztes Album „It’s up to Emma“ (von 2013) schriebe Andreas Borcholte auf Spiegel Online: „It’s up to Emma“ ist ihr sechstes Album, es ist das beste seit ihrem Debüt „Sweet Heart Fever“ von 2001. (…) Dunkel, reduziert, unterschwellig aggressiv, fiebrig nach Erlösung hungernd – ein so suggestives Break-up-Album wie „It’s up to Emma“ hat man lange nicht gehört, es hüllt einen ein in eine schwarze Wolke aus manischer Depression. Erschreckend: Man fühlt sich nicht mal unbehaglich darin.

SARAH AND JULIAN (Hamburg/USA)

Umgeben von Musik waren die Geschwister Sarah und Julian schon immer. Beflügelt durch den Vater, ein begeisterter Multi-Instrumentalist und Singer-Songwriter, der als junger Mann aus Kalifornien kam, in Süddeutschland ein neues Zuhause fand und dort eine Familie  gründete. „Wir haben schon als Kinder in Orchestern gespielt, Sarah Klarinette und ich Trompete, und unser Vater hatte zu Hause einen ganzen Haufen an Instrumenten, die wir uns, als wir ins Teenageralter kamen, nach und nach erobert haben“, beschreibt Julian den frühen Weg der beiden.

Zunächst bastelten beide eher getrennt voneinander an ihren Liedern; dass sie ihre Talente und Ideen in einen Topf zu werfen begannen, ist nun gerade einmal rund drei Jahre her. Um ihre damit entdeckte künstlerische Nähe auch geografisch zu untermauern, zogen die beiden in diesem Jahr nach Hamburg – Julian hatte bis dahin in Wien gelebt, Sarah in Würzburg. Die optimale Voraussetzung für die kreative Harmonie, aus der ihr Debutalbum „Birthmarks“ entstanden ist.
Ihre Songs sind – und dies lässt sich unbedingt verallgemeinern – von einer präzise auf den Punkt gedachten Grandezza, wie man es bei Album-Debütanten nicht allzu häufig findet. Nichts ist zu viel, alles hat seinen Platz und Sinn, jeder Ton kleidet den jeweiligen Song noch schöner und dynamischer aus.
Die INTRO schrieb dazu: „Wundervolle Gesangsduette beflügeln auf ihrem Debütalbum »Birthmarks« eingängige Melodien, ohne dass sie auch nur ein Mal zu süßlich oder aufdringlich gerieten. Das Zusammenspiel der beiden erinnert an Könner wie Angus & Julia Stone.“

STARING GIRL (Hamburg)

„Es gibt nur wenige deutschsprachige Bands, die die ganz großen Gefühle ohne zu dick aufzutragen so in Worte fassen können“ schreibt laut.de über die Americana-Songwriter-Formation aus Hamburg. „Die Musik rückt zunächst in den Hintergrund, dabei ist sie ähnlich feingliedrig wie die Texte, mehr tiefgründiger Kammer-Pop als aufs Notwendigste beschränkte Liedermacher-Begleitung. Ein großer Wurf! *****“ sagt westzeit.de.

Staring Girl haben bisher zwei Mini-Alben in Eigenregie veröffentlicht, dazu diverse Sampler- Beiträge auf dem umtriebigen Netzlabel Omaha Records, bevor im Juni 2012 das Labeldebüt „Sieben Stunden und 40 Minuten“ bei K&F Records erschien. Seit 2015 spielen Staring Girl in neuer Besetzung. Mit dabei sind drei Mitglieder der Gisbert zu Knyphausen-Band. Im Sommer wird das neue Album aufgenommen. Man darf gespannt sein.

„Hier finden sich nicht nur Freunde der Musik Gisbert zu Knyphausens wieder, sondern auch jene, die die Erinnerung an den unvergessenen Nils Koppruch und seiner einstigen Band Fink in Ehren halten. Mögen Staring Girl die Lücke füllen, die Kid Kopphausen hinterlassen haben. Es sieht gut aus.“ 

quelle: palais sommer