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Slawische Streichermusik: Freies Ensemble Dresden – Schloss Scharfenberg | Alle Veranstaltungen

 

Ausführende:
Freies Ensemble Dresden
Florian Mayer, Violine | Birgit Jahn, Violine
Joanna Szumiel, Viola | Daniel Thiele, Violoncello
Programm:
Slawische Streichermusik:
Dmitrij Schostakowitsch: Streichquartett Nr. 1 op. 49
Witold Lutoslawski: Bukoliki für Viola und Violoncello
Sergei Prokofi ev: Sonate für zwei Violinen C-Dur op. 56
Alexander Glasunow: Streichquartett Nr. 5 op. 70 „Slawisches Quartett“

Schloss Scharfenberg, idyllisch auf einem Felsplateau vor Meißen gelegen, zählt zu den ältesten Schlossanlagen Sachsens. Die Bischöfe von Meißen gelten als die Bauherren der Anlage. Frühere Historiker vermuteten den Ursprung der Burg gar im ottonischen 9. Jahrhundert, als die vordrängenden Deutschen das von den Slawen eroberte Siedlungsgebiet an der Elbe mit einer Reihe von Burgwarden verteidigen und schützen ließen. Dies hält jedoch den neueren Erkenntnissen nicht stand. Ab 1338 ist die Familie von Miltitz Eigentümer des Schlosses, des Rittergutes und der umliegenden Ländereien. Die annähernd dreieckige Anlage wird heute als Renaissancebau wahrgenommen. Seit Ende des 18. Jahrhunderts fehlt an der Elbseite der wuchtige Palas, der nach einem Blitzschlag 1783 niederbrannte. Ein schwerer Sturm führte in den siebziger Jahren des 20. Jahrhunderts zum Einsturz des mächtigen Satteldachs über dem Rittersaal, der seitdem Ruine ist. In dieser, teils versehrten, teils überkommenen Gestalt prägt das Schloss die alte Kulturlandschaft des Elbtals bis heute. Seit 1997 gehört das Schloss dem Kunsthändler Gerd Lippold, der die Anlage vor dem Verfall gerettet und mit viel Sinn für den Geist des Ortes restauriert und wiederaufgebaut hat.

Quelle: Börse Coswig