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Slim Cessna's Auto Club – Scheune Dresden | Alle Veranstaltungen

 

Slim Cessna's Auto Club

Eine außergewöhnliche Band, eine außergewöhnliche Geschichte. Slim Cessna’s Auto Club, das Sextett aus Denver, Colorado, sind seit mehr als 24 Jahren dabei, haben bislang acht Alben veröffentlicht, ohne jemals mehr als Achtungserfolge in den europäischen Medien zu erzielen.

Rückblende: Orange Blossom Special 15, Pfingsten 2011: Elektrisierend von der ersten Sekunde, Genie und Wahnsinn zu einer unschlagbaren einzigen Macht vereint, brilliante Musiker, zwei der charismatischsten Sänger, die man sich vorstellen kann -nein- man kann sich diese beiden nicht vorstellen, was bei SCAC auf der Bühne passiert, ist selbst für den Musikprofi, der abertausende hochklassige Konzerte gesehen hat, nicht vorstellbar, sondern nur mit eigenen Augen verifizierbar.

Begeisterung schlägt um in den Willen, zu missionieren, zu missionieren für eine Band, die es schlicht verdient hat, dass alle, Alle, ALLE sie hören, sie sehen und sich selber ein Bild machen können. Denn: hinter dem Faszinosum Slim Cessna’s Auto Club steckt weit mehr als eine famose Bühnenshow; in einem Wort zusammengefasst: Substanz. Brilliante Musiker, hatten wir schon. Zwei charismatische Frontmänner (Slim Cessna und Munly Munly) wurden auch schon erwähnt. Drei weitere Zutaten machen den Kuchen erst rund: Musik, Songs und Songtexte.

Die Musik des Auto Club als „Alt. Country“ zu bezeichnen, griffe zu kurz. Slim Cessna’s Auto Club fungieren wie ein Prisma, das die einzelnen Bestandteile amerikanischer Musik in seine Einzelteile zerlegt und neu zusammen setzt, so dass längst assimilierte Traditionen prominent zum Vorschein kommen, seien es jiddische Einflüsse, Gospel, Osteuropäisches, Southern Voodoo Twang, klassische Country-Balladen, Balkan Beat, klassischem Denver Gothic Country Sound über psychedelischen Westcoast bis hin zum Post-New Wave Noise Rock - alles kommt zum Vorschein und trotz dieser riesigen Bandbreite bleibt der Sound immer unverwechselbar Slim Cessna’s Auto Club.

Dann: Songs. Einen guten Song muss man schreiben können. Er kann vielerlei Gestalt haben, er sollte aber durchdacht sein, einer Dramaturgie folgen, sich aufbauen, am besten mitreissen und einen im Idealfall nicht mehr loslassen. Slim Cessna’s Auto Club haben diese Songs. Reichlich. Mit Melodien für die Ewigkeit, mit Schärfe, mit einer Prägnanz und Wucht, aber auch Suspense, SCAC setzen all dies souverän ein, nahezu perfekt auf den Punkt, ohne den Songs etwas von ihrer oft urtümlichen, rohen Kraft zu nehmen.

Dann: Texte. Niemand in den USA hat auch nur annähernd einen ähnlichen Kosmos an Geschichten und Charakteren erschaffen. Dinge, die aus dem Kollektivgedächtnis verdrängt werden, Geschichten, die einem das Blut in den Adern gefrieren lassen werden mit einem ganz feinen, rabenschwarzen Humor erzählt. Fiebrige apokalyptische Visionen ebenso wie der alltägliche Wahnsinn religiöser Eiferer. Man möchte nicht dort wohnen, wo die Geschichten stattfinden, noch möchte man Gestalten wie Mr. Beerbohm („Hallelujah Anyway“) begegnen und wer behauptet, diese seien alle frei erfunden, der möge bitte mal das rurale, tief gläubige Amerika der Backwoods des Bible Belt besuchen...

Slim Cessna’s Auto Club sind eine einzigartige Band, bei der vieles zusammenkommt: Überragende Songs, mitreissende Musik, grandiose Live Shows, zwei der charismatischsten Frontmänner und eine instrumental hervorragende Band. Slim Cessna’s Auto Club haben in den letzten zwei Dekaden von Rodeos, großen Open Airs bis zu kleinsten Punk-Schuppen alles gespielt, zusammen mit Acts wie Johnny Cash, den Melvins, 16 Horsepower, den Violent Femmes, Throwing Muses, Morphine oder Joe Diffie die Bühne geteilt. Und sie haben noch jeden Saal oder Festival Ground zum Kochen gebracht.

quelle scheune.org