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Die tunesische Geigerin, Yasmine Azaiez, geboren 1988, begann im Alter von 4 Jahren sich mit der Violine zu beschäftigen, sie wurde mit 8 Jahren an die Yehudi Menuhin School in London aufgenommen. Mit 18 Jahren ging sie nach Boston ans the New England Conservatory, wo sie zeitgenössische Improvisation, u.a. bei Anthony Coleman und Joe Morris, studierte. Letzterer schrieb über sie: “She is a classical virtuoso and the greatest free improvising violinist I have ever heard.”
Als “klassische” Geigerin tourte sie mit berühmten Orchestern, Dirigenten und Solisten um die ganze Welt, u.a. mit Mistlav Rostropovich, Andras Schiff und Sarah Chang. Beim Global Youth Violin Competition 2010 in Sydney vertrat sie Afrika und Middle East.
Als Improvisations-Musikerin spielte sie u.a. mit Joe Morris im Bimhuis in Amsterdam, mit Quai de Branly, Anthony Coleman, Agusti Fernandez, Rami Khalifa, mit dem irakischen Lautenisten Naseer Shamma in der Cairo Opera.
Yasmine schrieb die Musik für mehrere tunesische Kurzfilme, in dem Film „Histoires Tunisiennes“, der 2012 beim Filmfest in Cannes gezeigt wurde, spielt sie eine Hauptrolle.

Agustí Fernández (* 1954 in Palma de Mallorca) ist ein spanischer Pianist des Modern Creative und der Neuen Improvisationsmusik sowie Komponist.
Fernández erhielt als Kind klassischen Klavierunterricht und wurde bereits mit dreizehn Jahren professioneller Musiker. Als er die Musik von Cecil Taylor und von Iannis Xenakis entdeckte, wandte er sich der Avantgarde zu. Er begann sein Musikstudium in Barcelona bevor er es 1978 bei Xenakis in Frankreich fortsetzte. Als Solist fand er bei der zweiten Biennale der jungen kreativen Künstler in Thessaloniki 1987 erstmals international Beachtung, um dann auf den meisten wichtigsten Festivals Europas aufzutreten. 1987 spielte er auch sein erstes Soloalbum ein. Er arbeitete mit zahlreichen Choreographen und verfasste die Musik für deren Ballette, etwa für Àngels Margarit, María Muñoz, Ramon Oller, Tomás Aragay und Margarita Guergué, seit 1998 besonders für Andrés Corchero. Daneben komponierte er auch Theater-, Film- und Fernsehmusiken. Zwischen 1989 und 1991 war Fernández der musikalische Leiter des TV-Programs Glasnost. Gemeinsam mit Barbara Held richtete er von 1997 bis 1999 die Metrònom International Experimental Music Week in Barcelona aus. Dann leitete er bis 2006 das Nous Sons Festival für zeitgenössische Musik in Barcelona.
Fernández gründete das Orquestra del Caos und das Big Ensemble del Taller de Músics, die er beide leitete. Auch war er ein Gründungsmitglied des Collectivo Improvisadors de Barcelona und leitete gemeinsam mit Joan Saura und Liba Villavecchia dasOrqestra Improvisadors de Barcelona zwischen 1998 und 2001. Als Improvisator spielte Fernández mit Musikern wie Tom Cora, Butch Morris, Peter Kowald, Marilyn Crispel, Carlos Zingaro, Wolfgang Reisinger, Christoph Irmer, Irene Aranda und Mat Maneri. Seit 2002 ist er sowohl Mitglied des „Evan Parker Electro Acoustic Ensemble (Memory/Vision 2002) als auch des „Barry Guy New Orchestra“. Mit Guy und Ramón Lopez bildet er das Trio Aurora, mit Baldo Martinez und Ramón López Triez. Seit 2001 lehrt Fernández als außerordentlicher Professor für Improvisation an der Escola Superior de Música de Catalunya.

quelle: ffim-dresden.de