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Sonderkonzert am Gründungstag der Sächsischen Staatskapelle Dresden – Schlosskapelle im Residenzschloss Dresden (Schlosstheater) | Alle Veranstaltungen

 

Alessandro De Marchi DIRIGENT

Johann Adolf Hasse
Ouvertüre zu »Cleofide«
György Kurtág
»… a Százévesnek …« für kleines Streichorchester
»Sinfonia breve per archi« für kleines Streichorchester
Antonio Vivaldi
Concerto g-Moll RV 577 »Per l’Orchestra di Dresda«
Concerto F-Dur RV 568
Adolf Busch
Divertimento für 13 Soloinstrumente op. 30

Mit einem Sonderkonzert in der Dresdner Schlosskapelle feiert die Sächsische Staatskapelle Dresden am 22. September 2015 ihren Gründungstag vor nunmehr 467 Jahren. An diesem für die Geschichte des Orchesters so bedeutsamen Ort sollen von nun an jährlich Geburtstagskonzerte der Staatskapelle stattfinden.
 
Auf dem Programm stehen Werke, deren Komponisten in der Historie wie auch in der Gegenwart der Staatskapelle ihre Spuren hinterlassen haben. Unter der Leitung von Alessandro De Marchi erklingt zu Beginn die Ouvertüre zu »Cleofide« von Johann Adolf Hasse, der von 1733 bis 1763 als Hofkapellmeister in Dresden wirkte und die damalige Hofkapelle zu einem führenden Ensemble in ganz Europa formte.
 
Außerdem stehen zwei Concerti von Antonio Vivaldi auf dem Programm, dessen Verbindung zur damaligen Hofkapelle durch Vivaldis Schüler Johann Georg Pisendel zustande kam. Dieser war von 1728 bis 1755 Konzertmeister der Hofkapelle und etablierte von dieser Position aus Dresden als wichtigen Aufführungsort der Werke des italienischen Meisters außerhalb von dessen Heimat. Vivaldis Verbundenheit zur Hofkapelle drückt sich wohl am schönsten aus durch den Untertitel seines Concertos in g-Moll »Per l’orchestra di Dresda«.
 
Die Musik der Gegenwart, die im Rahmen dieses Sonderkonzerts erklingen wird, stammt aus der Feder von György Kurtág, den die Staatskapelle für die aktuelle Saison zu ihrem Capell-Compositeur ernannt hat. Sein im September 2002 entstandenes Werk »… a Százévesnek …« gelangt dabei zur Uraufführung. Es ist eine Hommage an einen 100-Jährigen, den österreichischen Komponisten, Pianisten und Pädagogen Jenö Takács, der im September 1902 geboren wurde, in Wien bei Hans Gál (Kontrapunkt) und Guido Adler (Musikwissenschaft) studierte und einen lebhaften Gedankenaustausch mit Béla Bartók pflegte. Als deutsche Erstaufführung steht zudem Kurtágs »Sinfonia breve« auf dem Programm.
 
Den programmatischen Abschluss dieses Sonderkonzerts formt das Divertimento für 13 Soloinstrumente von Adolf Busch, der seinerzeit als legitimer Erbe von Joseph Joachim galt, im Jahr 2012 das legendäre Busch-Quartett ins Leben rief und gemeinsam mit seinem nur ein Jahr älteren Bruder Fritz Busch in zahlreichen gemeinsamen Konzerten bedeutsame Kapitel der Aufführungsgeschichte der Dresdner Staatskapelle geschrieben hat.
 
Die musikalische Leitung des Konzerts liegt in den Händen von Alessandro De Marchi, einem der derzeit führenden Spezialisten für barockes Repertoire, der an der Semperoper bereits für seine Dirigate von »Giulio Cesare«, »Cleofide« und »Die Entführung aus dem Serail« einhellig gefeiert wurde.
Quell: Sächsische Staatskapelle