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Sprache und Gewalt I Sprache als Tatwerkzeug und Sprache als Spur – Deutsches Hygiene-Museum Dresden | Alle Veranstaltungen

 

Wenn Täter einen anonymen Erpresserbrief oder eine Lösegeldforderung hinterlassen, ahnen sie nicht, dass sie mit dem Text selbst eine Spur legen, die es nur zu lesen gilt. Verschiedene linguistische Analyseverfahren machen es möglich, Tatschreiben so auszuwerten, dass sie im besten Fall Rückschlüsse auf einen Täter erlauben. Diese sogenannte forensische Linguistik etablierte sich seit den 1950er Jahren immer mehr als kriminalistische Hilfswissenschaft; in der alten Bundesrepublik trat die forensische Textanalyse erstmals im Zusammenhang mit den Bekennerschreiben der RAF und bei spektakulären Entführungsfällen ins allgemeine Bewusstsein.

Dr. Eilika Fobbe arbeitet als linguistische Sachverständige. Ihre aktuellen Forschungsschwerpunkte sind die forensische Stilanalyse und Aspekte sprachlicher Glaubwürdigkeit.

quelle: katholische akademie dresden