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The Sexorcist + support: Die Braut – Strasse E (Reithalle, Bunker) | Alle Veranstaltungen

 

Chris L. von Agonoize zeigt mit dem Debütalbum seines neuen Bandprojektes The Sexorcist, wie EBM heute klingen muss. Kompromisslos, hart, böse, schwarzhumorig, mit der massivsten, elektronischen Dröhnung, welche die heutige Technik hergibt.

Wer sein Album frech „Klangkörper“ nennt, der sollte auch eine physische Grenzerfahrung liefern. Hier passt der Titel des Debütalbums von The Sexorcist, dem neuen musikalischen Ziehkind von Agonoize-Frontmann Chris L. und seinem „Partner in Crime“, Gunnar Kreuz, gleich in zweierlei Hinsicht wie die sprichwörtliche Faust aufs Auge. Erstens wummert es minimalistisch, direkt und schön Bass-heftig, mit einer Vorliebe für die gute, alte Electronic Body Music (Körper=Body, Music=Klang, gelle?), aus den Boxen und zweitens ist das Album nichts weniger als purer Sex, in elektronische Beats gegossen. Garniert mit einem ordentlichen Klacks zeitgemäßer Härte, viel augenzwinkernder Provokation (selten wurde der Stinkefinger an die eigenen Hater so genüsslich zelebriert), diversen Überraschungen (wer schon immer gedacht hat, eine Zusammenarbeit von DAF und Falco wäre eine gute Idee, der höre ganz genau hin) und viel derbem Hitpotential, bietet „Klangkörper“ die heißeste Sammlung an Ohrwürmern für bewegungsfanatische Brachialromantiker (Tanzfläche, Bier, Steak und Blowjob, statt Dinner for Two bei Kerzenschein), die jemals auf Tonträger gepresst wurde. This is Erotic Body Music: Elektronische Vollbefriedigung mit Herz, Schnauze und Eiern! Oder, um es anders auszudrücken: „Klangkörper“ ist Twerking für Fortgeschrittene!
Quelle: Strasse E