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Tim Mc Millan – Blue Note | Alle Veranstaltungen

 

Tim McMillans Musik ist von Folk, Klassik, Latin Jazz, Flamenco und Blues beeinflusst und sein derzeitiges Live Repertoire besteht aus einem eklektischen Gemisch aus Gitarrenmusik begleitet von Dave Bennett (Bass Gitarre, Keys und Backing Vocals) . Seine lebendigen Auftritte, sein Sinn für Humor und seine Fähigkeit das Publikum zu begeistern haben ihn zu einem beliebten Live Künstler in der Melbourner Musik-Szene gemacht. In seinem Heimatland Australien hat Tim
zahlreiche Preise gewonnen, unter anderem "Maton" - Nachwuchs-Gitarrist des Jahres und den "Cole Clark + Ben Harper Guitar Award" - als bester Instrumentalist.
Drei Leute haben die Debüt CD von Tim McMillan eingespielt, neben Tims Gitarre
sind noch der Bass und die Backgroundstimme von Dave Bennett sowie das Schlagzeug von John Lewis zu hören.
Es ist verblüffend, was dieses Trio für einen Klangkosmos entwickelt ganz ohne die üblichen Segnungen der elektronischen Klanganreicherung zu benutzen. Hier zählt nur Feeling, Kreativität, Handwerk und geistige Offenheit.
Einige sorgfältig ausgewählte Gastmusiker sorgen für Glanzpunkte. Etwa die wunderbar sehnsuchtsvolle Violine von Stephanie Lindner (Naked Raven) in dem Stück Blue. Diesem sehr berührenden Lied lässt Tim unbekümmert ein paar flotte Blue Grass Rhythmen folgen.

Vor derlei kecken Sprüngen ist man nie sicher bei diesem Album. Einordnen lässt
sich das Ganze ohnehin nicht. Die Musik ist zum großen Teil instrumental, sie drängt sich nicht auf, aber sie offenbart dem, der wirklich zuhört, ungeahnte Tiefen.
Wegen ihrer sehr relaxten, entspannenden, ganz unangestrengten Vibes eignet sich Afterparty ideal als Hintergrund zum Chillen, es ist aber auch ideal für Freunde des
warmen, sensiblen, seelenvollen Singer/Songwritertums und erteilt darüber hinaus Lehrstunden zum Thema Was aus einer Gitarre rauszuholen ist, wenn dieses Instrument ausnahmsweise von jemandem mal wirklich beherrscht wird. Das eigentlich Verrückte daran ist, dass all diese Aspekte gleichzeitig auf der Platte zu
hören sind. Manchmal in einem einzigen Song Eine Melange aus Jazz, Folk und Pop, hübsch abgeschmeckt mit einem Schuss Blues und ein paar satten Spritzern Weltmusik, klassischer Gitarrenschule und samtweichen Celli.
Tim McMillan unterhält, amüsiert, beruhigt und berührt. Er scheint seine Heimatstadt Melbourne sehr zu mögen; er beschreibt sie in einem reinen Instrumental sehr blumig als warmherzigen, spannenden Multi-Kulti-Schmelztigel. Gleich der erste Song ist einer dieser Ohrwürmer, wie sie einem nur ganz selten begegnen Ganz leise und sanft schmeichelt er sich an und nistet sich dann sehr lange in die Gehörund Gefühlsgänge ein. Ein tolles Stück mit dem Lausbubencharme von Mrs.

Robinson, Tim McMillan spielt nur besser Gitarre als Simon & Garfunkel.Eingängigen Melodiebögen, gewitzte Instrumentalfiguren und griffige Akkustikriffs finden sich zuhauf auf dem Album.

Quelle. Blue Note Dresden