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Treemonisha – Staatsschauspiel Dresden - Kleines Haus | Alle Veranstaltungen

 

Oper mit getanzten Szenen | Libretto und Musik von Scott Joplin, arrangiert von Keno Hankel, Felix Klingner und Florian Baum aus der Klasse von Prof. Thomas Zoller/HfM Dresden | Musikalische Leitung: Prof. Franz Brochhagen | Regie und Choreographie: Massimo Gerardi | Deutsche Erstaufführung am 25. April 2015 | Kleines Haus 1

Koproduktion der Hochschule für Musik Dresden, der Palucca Hochschule für Tanz Dresden, der Hochschule für Bildende Künste Dresden und des Staatsschauspiels Dresden
In der vom Choreograph/Regisseur Massimo Gerardi bearbeiteten Version des Originalthemas von Scott Joplins Oper finden wir das Findelkind „Treemonisha“ in einem Arbeitermilieu der heutigen Tage wieder. Sie widersetzt sich auf eine vorbildliche Weise den Anreizen der „Oberklasse“ von Geschäftsleuten, die durch Fernsehwerbung die Welt des Konsums propagieren. Die Arbeiter sind gleichzeitig fasziniert und abhängig von den vermeintlich luxuriösen Produkten, die ihnen Glück und ein gewisses Image versprechen. Die Geschäftsleute sind wiederum von der Kaufkraft der Masse der Arbeiter abhängig. Treemonisha lässt sich nicht beeinflussen: Sie liest Bücher statt fernzusehen, so kann sie von in der Fernsehwelt beworbenen Produkten und ihren falschen Glücksversprechen Abstand halten. Der Geschäftsmann Zodzetrick erkennt den „negativen“ Einfluss Treemonishas auf die Arbeiter und versucht, ihr noch junges Wesen zu verwirren: Er schleppt sie mit auf eine zwielichtige Party der Geschäftsleute, mit der Absicht, ihr zu schaden. Sie wird im letzten Moment vom verkleideten Remus, ihrem Bewunderer, befreit und kehrt zu den Arbeitern zurück. Statt sie zu verurteilen, vergibt sie ihren Entführern.  Besonders diese Tat überzeugt die Arbeiter von dem Ursprung von Treemonishas Weisheit, und sie begeben sich fortan daran, das Glück und den Sinn ihres Lebens in Büchern statt in käuflichen Dingen zu suchen ...
Erstmals wird dieses außergewöhnliche Werk in Deutschland von der Opernklasse der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber in Zusammenarbeit mit der Palucca Hochschule für Tanz und der Hochschule für Bildende Künste zur Aufführung gebracht.