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TRENNLINIEN IN DER POSTMIGRANTISCHEN GESELLSCHAFT: ZWISCHEN OFFENHEIT UND FURCHT VOR ISLAMISIERUNG – Deutsches Hygiene-Museum Dresden | Alle Veranstaltungen

 

TRENNLINIEN IN DER POSTMIGRANTISCHEN GESELLSCHAFT: ZWISCHEN OFFENHEIT UND FURCHT VOR ISLAMISIERUNG

Deutschland hat sich zu einer pluralen Einwanderungsgesellschaft entwickelt. Dies bleibt nicht ohne Konflikte und die Entstehung neuer Trennlinien: Zugehörigkeiten und Rechte von Minderheiten werden ausgehandelt, Befürworter und Gegner von Vielfalt treffen aufeinander, Allianzen entstehen über Herkunftsgrenzen hinweg. Während auf der einen Seite das bundesweite zivilgesellschaftliche Engagement für Geflüchtete noch nie so hoch war wie heute, kommt es zugleich immer wieder zu Pogromstimmungen, Sachbeschädigungen und Brandanschlägen. Wir befinden uns in einer Zeit, in der die Ambivalenzen und Allianzen in einer postmigrantischen Gesellschaft, also einer Gesellschaft, die sehr stark darüber nachdenkt, was nach der Migration geschieht, deutlich sichtbar werden: Die Frage nach dem „Wer sind wir und wer gehört zu diesem Wir?“ tritt deutlich in den Vordergrund. Der Vortrag konzentriert sich auf Transformationsprozesse in der deutschen Einwanderungsgesellschaft und die deutlich sichtbar werdenden Polarisierungen rund um Fragen der Zugehörigkeit und der Bestimmung nationaler Identität.

Prof. Dr. Naika Foroutan, geboren 1971, ist Professorin für Integrationsforschung und Gesellschaftspolitik an der Humboldt-Universität zu Berlin und stellvertretende Direktorin des Berliner Instituts für Integrations- und Migrationsforschung (BIM). Zu den Schwerpunkten ihrer Forschungs- und Lehrtätigkeit gehören u.a. die Themen Migration, Integration und postmigrantische Gesellschaften; Transformation von Einwanderungsländern; Islam- und Muslimbilder in Deutschland; sowie Identität und Hybridität. Sie ist zudem Vorstandsmitglied des Rats für Migration, einem Zusammenschluss von über 100 deutschsprachigen Wissenschaftlern, die mit ihrer wissenschaftlichen Expertise in den öffentlichen Raum hinein intervenieren, um zur Versachlichung der Debatte um Migration und Integration beizutragen.

Quelle: DHM