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Überwindung der Todesmauer – Gedenkstätte Bautzner Straße Dresden | Alle Veranstaltungen

 

In beeindruckender Weise widmet sich die Ausstellung der Geschichte des Eisernen Vorhangs in der Tschechoslowakei und beleuchtet mittels Texten und Fotos insbesondere die Situation an der Grenze zwischen Mähren und Österreich. Auch an die 70.000 DDR-Bürger haben damals versucht, über die Tschechoslowakei in den Westen zu fliehen. Einer von ihnen war Hartmuth Tautz, der dabei sein Leben verlor. Seine wie auch die Tötung anderer Flüchtlinge ist bis heute nicht strafrechtlich verfolgt oder geahndet worden. Die Ausstellung ist allen Menschen gewidmet, die bei der Überwindung des Eisernen Vorhangs ihr Leben ließen. Sie wird in Anwesenheit des Generalkonsuls der Tschechischen Republik in Dresden, Dr. Jiři Kuděla, eröffnet. Im Anschluss sprechen Ausstellungsmacher und Zeitzeugen über die Geschichte des Eisernen Vorhangs und ihre damit verbundenen persönlichen Erinnerungen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei, um Spenden wird gebeten.

Von Hunden getötet. Der ostdeutsche Flüchtling Hartmuth Tautz Auszug aus einer Ausstellungstafel Der nicht einmal neunzehnjährige ostdeutsche Flüchtling Hartmuth Tautz wurde bei seinem Fluchtversuch über die Tschechoslowakei nach Österreich unweit von Bratislava von zwei selbständig agierenden Hunden getötet. Es geschah am 8. August 1986. Die Hunde hießen Roby und Ryso. Bis zur österreichischen Grenze waren es ganze zweiundzwanzig Meter. „An diesen Fall kann ich mich sehr gut erinnern. Er gehörte zu den brutalsten während meiner Tätigkeit als Gerichtsmediziner. Es ging um einen Jungen, der zahllose Verletzungen erlitten hatte, von denen die umfangreichste die Skalpierung seines Kopfes war. […]“ Jaroslav Sochor, Gerichtsmediziner Die Ausstellung wird bis zum 31. Oktober 2016 in der Gedenkstätte Bautzner Straße gezeigt. 

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