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Vortrag |

Václav Havel und Jan Patočka - Zum geistigen Hintergrund der „Samtenen Revolution“ – Haus der Kathedrale (Kathedralforum Dresden) | Alle Veranstaltungen

 

1989 bezeichnet ein Wendejahr in der mitteleuropäischen Geschichte. Die Ereignisse in der damaligen Tschechoslowakei hatten einen langen Vorlauf, der bis in die sechziger Jahre des „Prager Frühlings“ und in die siebziger Jahre mit dem Höhepunkt der Menschenrechts-Petition der Charta 77 zurückweist. Ohne Berücksichtigung dieser Hintergründe bleibt die Wahrnehmung der „Samtenen Revolution“ unzureichend. Insbesondere zwei Namen müssen genannt werden, wenn es um eine Erhellung der geistigen Zusammenhänge geht, durch die der Boden für die friedliche Revolution in der Tschechoslowakei bereitet wurde: der Schriftsteller und Dramatiker Václav Havel und der Philosoph Jan Patočka. Beide waren zusammen mit Jiří Hájek die drei Sprecher der Charta 77. Während Havel in seinem Werk Weisen der Entfremdung des Menschen in sozialistischen Gesellschaften beschrieb, untersuchte Patočka Formen menschlicher Solidarität. Der Vortrag vermittelt Einsichten in das Lebenswerk der beiden und nimmt es als Folie für ein Verständnis der geschichtlichen Ereignisse in der Tschechoslowakei, die in der „Samtenen Revolution“ kulminierten.

Prof. Dr. Hans Reiner Sepp lehrt Philosophie an der Karls-Universität Prag. Er war maßgeblich am Ausbau des Prager Jan Patočka-Archivs zu einem internationalen Zentrum für phänomenologische Forschung beteiligt.

Der Vortrag findet statt in Zusammenarbeit mit der Brücke/Most-Stiftung im Rahmen der Tschechisch-deutschen Kulturtage.

quelle: katholische akademie dresden