Gesprächsrunde |

Whistleblowing und Demokratie – Militärhistorisches Museum | Alle Veranstaltungen

 

Am 21. Februar 2016 erhält er in der Dresdner Semperoper den diesjährigen Friedenspreis, am Abend darauf ist er am MHM zu Gast: Daniel Ellsberg, 84, gilt als der "Urvater der Whistleblower". Als US-Regierungsbeamter löste er 1971 eine nationale Krise aus, als er die "Pentagon Papers" an die "New York Times" und andere Zeitungen übergab. Die Geheimdokumente des Pentagons enthüllten: Die US-Regierung wusste, dass der Vietnamkrieg nicht zu gewinnen war. Klagen der Regierung wegen Landesverrat und Verschwörung gegen den aus ihrer Sicht "gefährlichsten Mann Amerikas" (so Henry Kissinger) wurden von US-Gerichten abgewiesen. Bis heute setzt sich Ellsberg für die Rechte von >Hinweisgebern< ein. 2013 kritisierte er die US-Regierung scharf für ihren Umgang mit Edward Snowden, der westliche Demokratien vor einer "United Stasi of America" bewahrt habe.

Wie sollten moderne Demokratien mit sogenannten Whistleblowern umgehen? Wie lässt sich definieren, welches Geheimnis verraten werden darf und welches nicht? Braucht es gar ein Whistleblower-Schutzgesetz? Diese und andere Fragen diskutiert im Gespräch mit Daniel Ellsberg der ehemalige Bundesinnenminister Gerhart Baum. Er gilt als einer der prominentesten deutschen Verteidiger der Bürgerrechte.

quelle mhmbw.de