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William Forsythe - Black Flags – Kunsthalle im Lipsiusbau - SKD | Alle Veranstaltungen

 

Im White Cube der Kunsthalle im Lipsiusbau stehen zwei Industrieroboter und bewegen riesige schwarze Fahnen. William Forsythe hat ihre Bewegungen als zweiteiligen Kontrapunkt programmieren lassen, sodass sie – begleitet von den Betriebsgeräuschen der Roboter – den räumlichen und zeitlichen Empfindungen der Betrachter keinen verlässlichen Bezugs- und Ruhepunkt bieten. Die wehenden Fahnen verwandeln den digitalen Algorithmus, der die Roboter steuert, in eine gestische Bewegung im Raum, die ebenso beherrscht wie unkontrolliert erscheint, schwerelos und gravitätisch zugleich.

 „Die Werke von William Forsythe ermöglichen es den Besuchern unserer Museen, sich selbst in unmittelbare Beziehung zu seinen installativ-performativen Arbeiten zu setzen und sich in dem musealen Raum, dem Environment, physisch zu verorten und neu zu begreifen. Indem sich Forsythe als Choreograf entschieden hat, im Museum nicht primär Tanzstücke zu zeigen, sondern mit von ihm choreografierten Objekten einen Dialog anzustoßen, der die musealen Gegebenheiten als Ausgangspunkt seiner künstlerischen Arbeiten nimmt, gelingt es ihm, Choreografie und Objekt miteinander zu verbinden und gleichzeitig Fragen des zeitgenössischen musealen Zeigens aufzuwerfen.“

Hartwig Fischer, Generaldirektor der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden