• Startseite
  • Veranstaltung
  • Zerlegt und Aufgedeckt - Silberne Trinkspiele mit Perlmutter
Kultur
Kalender
Dresden
und
Umgebung
Skulpturen/Plastiken/Gegenständliches |

Zerlegt und Aufgedeckt - Silberne Trinkspiele mit Perlmutter – Residenzschloss Dresden - SKD | Alle Veranstaltungen

 

„Zerlegt und Aufgedeckt, Silberne Trinkspiele mit Perlmutter“


  









Wie sieht eigentlich ein Trinkpokal von innen aus? Kann man daraus wirklich trinken? Woher kommen die phantastischen Schneckenhäuser die dafür verwendet wurden? Auf all diese Fragen gibt die Ausstellung „Zerlegt und Aufgedeckt, Silberne Trinkspiele mit Perlmutter“ verblüffende Antworten und einen tiefen Einblick in die trinkfreudige höfische Tafelkultur.
Gerade das 16. Jahrhundert, das als eine Periode besonders exzessiven Alkoholgenusses gilt, brachte skurrile Trinkgefäße, wie beispielsweise den feisten Weingott Bacchus auf einem Fass reitend hervor.
Besonderes beliebt waren am Sächsischen Hof die Gehäuse der im Pazifik und Indischen Ozean beheimateten Turbanschnecken und Nautili. Diese gelangten durch portugiesische Händler auf den europäischen Markt.
 
Zu jener Zeit war es durchaus üblich exotische Muschel- und Schneckengehäuse, farbenprächtige Korallen,  skurrile  Hörner,  seltene Vogeleier usw. zum Zwecke der „Veredelung“ an die europäischen Höfe zu bringen, wo sie von den dort beauftragten Hofjuwelieren aufwendig in Silber und Gold gefasst und zum Ergötzen ihrer Herrschaft zu wundervollen Skulpturen gearbeitet wurden. Wirklich benutzen konnte man diese Meisterwerker der Goldschmiedekunst jedoch nicht.  Und das war gut so, denn nur konnten sie die Zeiten fast unbeschadet überdauern und uns heute erfreuen.
 
Für die Schau werden insgesamt sechs dieser Objekte aus den beiden Dauerausstellungen in Einzelteile zerlegt und ausgestellt. So enthüllen die ausgewählten Silbergefäße ihr überraschendes Innenleben, geben Aufschluss über ihre ursprüngliche Funktion und die Perfektion der handwerklichen Arbeit. Im Zuge der laufenden Restaurierungsarbeiten wurde bisher Verborgenes auf dem großen indischen Perlmutterbecken entdeckt. Jahrhunderte lang verdeckte und vom Licht geschützte farbenprächtige Lackmalereien können erstmalig und nur für die begrenzte Zeit der Ausstellung gezeigt werden.
Das Grüne Gewölbe in Dresden besitzt heute die weltweit größte Sammlung indischer Perlmutterarbeiten und deren europäische Adaptionen. Im Neuen Grünen Gewölbe sowie im Historischen Grünen Gewölbe, das vor zehn Jahren eröffnet wurde, sind die Kunstwerke in ihrem Glanz zu erleben. Fotos oben SKD, Fotos untere Reihe EMODD

Weitere informationen zur Ausstellung "Zerlegt und Aufgedeckt, Silberne Trinkspiele mit Perlmutter" erhalten Sie hier.