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22.10. 2020
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Di–Fr 10–17 Uhr

Neue Sonderausstellung „Ornament und Figur“ zeigt ab dem 24. März textile Arbeiten und Plastiken von Elrid und Robert Metzkes

I
m Stadtmuseum Pirna wird es familiär: Drei Generationen der Künstlerfamilie Metzkes geben vom 24. März bis 24. Juni 2018 Einblick in ihr unterschiedliches Schaffen. Elrid Metzkes, 1932 in Pirna geboren, brachte seit ihrem Studium an der Hochschule für Bildende Künste Dresden (HfBK) Textilkunst hervor. Mit dem Kauf eines Hochwebstuhls in den 1960er Jahren widmete sie sich intensiv dem uralten Handwerk des Webens und führte ihre Kunst zur Meisterschaft. Begonnen hatte sie mit feinen malerischen Webereien, häufig nach Kartons ihres Ehemannes, dem Maler der Berliner Schule Harald Metzkes. Schon bald ging sie zu Selbstentwürfen über und schuf neben ihren Bildteppichen Arbeiten mit abstrakten Kompositionen. In guter Bauhaustradition verarbeitete sie Stab, Spirale, Vieleck und Kreis zu Kompositionen, die Flächen aufzubrechen scheinen und beeindruckende Raumwirkungen hervorrufen. Ende der siebziger Jahre entdeckte sie für sich die Techniken des Patchworks und Quilts, die ihr eine schnellere Umsetzung symmetrisch-geometrischer Kompositionen im großen Format ermöglichten. Mit Satin und Seide schuf sie in leuchtenden Farben kontrastreiche Arbeiten und erzeugte durch die Füllstoffe und Steppnähte des Patchwork-Quilts plastische Oberflächen. Elrid Metzkes färbte sowohl die Wolle und das Leinen für ihre Gobelins als auch die Stoffe für ihre Patchworkarbeiten selbst. Jedes ihrer Kunstwerke ist ein Unikat, von denen zahlreiche seit 1972 auf Kunstausstellungen zu sehen sind. 1987 erhielt sie den Kunstpreis der DDR. Öffentliche Kunstsammlungen in Berlin, Leipzig, Magdeburg, Neubrandenburg und Chemnitz haben Arbeiten von ihr im Bestand. Die Künstlerin starb 2014.

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