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27.09. 2022
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  • Oskar Zwintscher Bildnis einer Dame mit Zigarette 1904

Oskar Zwintscher (1870–1916) ist ein – zu Unrecht – bislang nicht genug beachteter Protagonist des Fin de Siècle. Sein Name gehört in die erste Reihe großer Künstler*innen um 1900 wie Arnold Böcklin, Gustav Klimt, Ferdinand Hodler und Franz von Stuck.

Seit den 1890er Jahren malte Zwintscher faszinierende Werke: symbolistisch aufgeladene Bilder und suggestive Landschaften ebenso wie feinfühlige Porträts, die zum Besten zählen, was zwischen Realismus und Jugendstil geschaffen worden ist. Sein Ruhm mündete 1910 in einer Einzelausstellung auf der Biennale von Venedig.

2019/20 wurde in Kooperation mit der Hochschule für bildende Künste Dresden Zwintschers Œuvre im Albertinum intensiven kunsttechnologischen Untersuchungen unterzogen. Das Forschungsprojekt führte zu Aufsehen erregenden Resultaten. In der darauf basierenden Sonderausstellung verbinden sich die Gemälde dieses eigenwilligen Künstlers, die großteils in Sachsen erhalten sind, mit ausgewählten Leihgaben und Werken aus dem Sammlungsbestand zu einem fulminanten Epochenrückblick, in einem Zusammenklang verschiedener Künste und Fragestellungen.

Das Albertinum leistet damit leidenschaftliche Vermittlungsarbeit – unter Berücksichtigung interdisziplinärer Aspekte sowie modernster wissenschaftlicher Forschung –, die auch in eine grundlegende Publikation einfließt. Aus vielfältigen Perspektiven wird Oskar Zwintschers Malerei in Kontexte nationaler und internationaler Kunstentwicklungen der Jahre um 1900 gestellt. Dadurch schließt sich publikumswirksam eine lang klaffende Lücke in der europäischen Kunstgeschichte.
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