Das letzte Schaf - Interview mit Schülerreporter Luis

Zur Premiere „Das letzte Schaf“ am 17. November im tjg theater junge genearation startete der kulturkalender-dresden.de sein neues Kinder- und Jugendprojekt Schüler-Kulturreporter. Luis, Schüler am Julius-Ambrosius-Hülße-Gymnasium Dresden, folgte der Einladung zum Schnuppern und beantwortete im Anschluss an die Vorstellung Fragen unserer Redakteurin.

Luis, mit welchen Erwartungen bist Du zur Premiere „Das letzte Schaf“ gekommen?
LR: Kann ich ehrlich sein? Also, für Theater hatte ich mich bisher nicht so sehr interessiert. Meine Mom überredete mich, hinzugehen. Mit ihr habe ich mich auch vorher im Internet über die Geschichte informiert. Ich wusste also schon, dass es um die Weihnachtsgeschichte und über Jesus`s Geburt geht. Nur, dass es im Stück ein Mädchen ist und Schafe die Darsteller sind. Ich dachte mir, das wird vielleicht ganz lustig.

Worum geht es denn in der Weihnachtsgeschichte?
LR: Die Geschichte kommt aus der christlichen Religion und handelt von Jesus. Er wird nachts bei Bethlehem in einem Stall geboren und ist das Kind von Josef und Maria. Am Himmel ist ein leuchtender Komet zu sehen und drei Könige kommen und bringen Geschenke. Das macht diese Nacht besonders für Menschen, die an Gott und an Jesus glauben.

Was glaubst Du: Macht sich „Das letzte Schaf“ über die Weihnachtsgeschichte lustig?
LR: Nein. Ich hab´s zwar nicht so mit Religion, aber das kann ich mir nicht vorstellen. Lachen heißt ja nicht auslachen. Und über vieles kann man ruhig mal nachdenken.

… und das wäre?
LR: Zum Beispiel erfährt das eine Schaf vom Ochsen, dass ein Mädchen geboren wurde. Sofort heißt es: Mädchen sind viel zu sanftmütig und können die Welt nicht retten. Sogar der Wolf verliert das Interesse an dem Baby, weil es ein Mädchen ist. Erst als das andere Schaf selbst im Stall war, kommt heraus, dass es ein Junge war. Die trauen einem Mädchen weniger zu und eine Fake News war es auch noch.
Oder die Sache mit den Geschenken. Ich finde es eigentlich ganz gut, wenn ich Geld bekomme und  mir selbst etwas davon kaufen kann. Für das Baby streiten sich die Schafe, ob eins von beiden seine geliebte Zahnspange hergibt oder nicht. Zum Schluss verschenken sie eine Melodie, die einer von beiden selbst erfunden hat und die richtig los geht.

Würdest Du das Theaterstück deinen Freunden und Mitschülern empfehlen?
LR: Als Kultur-Reporter? Klar, es hat mir ja gefallen und außerdem konnte ich mich im Anschluss noch darüber unterhalten.

Luis besuchte die Premiere am 17.11.2018; weitere Vorstellungen im Dezember und Januar hier auf einen Klick!
Karin Sehm, Kulturreporterin
Foto PR tjg Marco Prill