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Schauspiel |

2084 - ein digitales Diktaturmanöver von Mirko Borscht – Staatsschauspiel Dresden - Kleines Haus | Alle Veranstaltungen

 
17.12.2019 19:30
Details www.staatsschauspiel-dresden.de
Ort Staatsschauspiel Dresden - Kleines Haus
Albertplatz (Bus 261, 305, 326, 328; Tram 3, 6, 7, 8, 11)
17/12/2019 19:30 17/12/2019 21:30 Kulturkalender Dresden info@kulturkalender-dresden.de 2084 - ein digitales Diktaturmanöver von Mirko Borscht Staatsschauspiel Dresden - Kleines Haus 38 DD/MM/YYYY
04.01.2020 19:30
Details www.staatsschauspiel-dresden.de
Ort Staatsschauspiel Dresden - Kleines Haus
Albertplatz (Bus 261, 305, 326, 328; Tram 3, 6, 7, 8, 11)
04/01/2020 19:30 04/01/2020 21:30 Kulturkalender Dresden info@kulturkalender-dresden.de 2084 - ein digitales Diktaturmanöver von Mirko Borscht Staatsschauspiel Dresden - Kleines Haus 38 DD/MM/YYYY
22.01.2020 19:30
Details www.staatsschauspiel-dresden.de
Ort Staatsschauspiel Dresden - Kleines Haus
Albertplatz (Bus 261, 305, 326, 328; Tram 3, 6, 7, 8, 11)
22/01/2020 19:30 22/01/2020 21:30 Kulturkalender Dresden info@kulturkalender-dresden.de 2084 - ein digitales Diktaturmanöver von Mirko Borscht Staatsschauspiel Dresden - Kleines Haus 38 DD/MM/YYYY
 

1948 schrieb George Orwell einen Roman über einen fiktiven Überwachungsstaat, aber auch über Widerstand, der zwecklos ist: Der Protagonist Winston Smith bäumt sich gegen ein totalitäres System auf, das eigenes Denken und wahrhaftige Geschichtsschreibung verbannt und stattdessen permanente Observation in Form des sogenannten Big Brothers, sprachlicher Manipulation und ungebrochenen Hasses gesellschaftsübergreifend installiert hat. Sein Wille zur Freiheit und die Liebe zu einer anderen Rebellin müssen jedoch scheitern im Angesicht von Folter und manipulativer Gehirnwäsche. Der Mensch verschwindet hinter einer Funktionsweise, einem System.

Die politische Sprengkraft des Romans „1984“ wurde nicht zuletzt durch die historischen Zeitpunkte offensichtlich, in denen er verstärkt rezipiert und diskutiert wurde: im Kalten Krieg (in der DDR war der Roman verboten), im Jahr 1984 selbst und im Jahr 2013 nach der Enthüllung des NSA-Abhörskandals, um dann mit Trumps Wahl erneut auf die Bestsellerlisten zu gelangen.

Ohne Frage: die Gegenwart hat durchaus Orwell’schen Charakter. Autoritäre und nationalistisch orientierte Regimes sind wieder auf dem Vormarsch, Überwachung gehört durch Smarthomes, Handys und Apps längst zum unsichtbaren Alltag. Die digitale Erfassung aller Lebensbereiche, sowie die Weiterentwicklung von Künstlichen Intelligenzen stellen schon jetzt Herausforderungen an die Arbeitswelt und das soziale Miteinander.

Wenn wir also Orwell eingeholt haben – wer oder was würde Winston Smith im Jahr 2084 sein? Welche Form der Rebellion, der radikalen Schritte bleiben uns? Oder verschwindet der Mensch wieder, nur anders?
Mirko Borscht entwickelt gemeinsam mit 18 jungen Spieler*innen und einem Think Tank von zukunftsinteressierten jungen Erwachsenen ein performatives Requiem, das den Menschen zu Grabe trägt, um zu sehen, was davon vielleicht eben doch wert wäre, übrig zu bleiben. Oder auch nicht.

Quelle: www.staatsschauspiel-dresden.de