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» 8. Kammerkonzert « – Hoflößnitz | Alle Veranstaltungen

 

Sestetto di Dresda

Peter Lohse · Trompete
Friederike Schmidt · Flöte, Blockflöte
Andreas Lorenz · Oboe
Jacob Meining · Violine
Bernhard Hentrich · Violoncello
Claudia Pätzold · Cembalo

 

Unsere musikalische Reise beginnt in England bei William Young, einem frühbarocken Meister, dessen Musik Ähnlichkeiten mit der von Henry Purcell aufweist. Mit seinen 21 Sonaten à 3, 4 e 5 gelangte der kontinentale Stil nach England. Überliefert ist die Sammlung nur in einem einzigen Druck, erschienen beim Verleger Wagner in Innsbruck 1653. 

Mit Corelli und Albinoni, dessen Sonate op. 8 für den Dresdner Grafen Christian Heinrich von Watzdorf geschrieben wurde, befinden wir uns schon mitten im italienischen Hochbarock: gefühlsbetont, extrovertiert, mit Freude an Auszierungen. Die Hauptmerkmale der französischen Schreibart dagegen waren knappe, klar überschaubare Formen, oft Tanzmusik mit einem komplizierten Verzierungskodex.

In Deutschland war es vor allem Georg Philipp Telemann, der eine Verschmelzung des italienischen und des französischen Geschmacks bewirkte. So können wir heute in seinem 1738 während eines achtmonatigen Aufenthalts in Paris entstandenen Quartett diesen Stil gut erkennen. Noch als Achtzigjähriger beschämte er die Jungen durch allermodernste Werke im Stil der Wien-Mannheimer Schule. Sein Quartett in a-Moll ist dann wieder ein Concerto im besten Sinne.

Auch Händel war ein Meister des »vermischten Geschmackes«, bei dem italienische und französische Stilelemente vereinigt wurden. Nicht selten, will man den Angaben der Drucker glauben, überließ er zudem die Auswahl der Instrumente den Musikern; wir versuchen, das in unserem Konzert nachzuzeichnen. So entsteht Musik als Klangrede. Ein Dialog, oder Zwiegespräch, gar Wettstreit? Hoffentlich von jedem etwas … 

Quelle: www.hofloessnitz.de/