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Film |

Asche und Diamant – Technische Sammlungen der Stadt Dresden (Museum Dresden) | Alle Veranstaltungen

 

Asche und Diamant

Polen 1958, Regie: Andrzej Wajda 102 Min.
D: Zbigniew Cybulski, Ewa Krzyzewska u. a.

Die Ereignisse dieses Films finden  in einem kleinen polnischen Ort an  zwei Tagen statt. An zwei Tagen, die  Eckpunkte europäischer Geschichte sind : der letzte Kriegstag am  7. und der  erste Friedenstag  am  8. Mai 1945.  Es ist vorstellbar, dass in einem Film  darüber das Ende des Tötens als freudiges Fest in den Mittelpunkt gestellt wird. Aber Andrzej Wajda erzählt von einer  Zwischenzeit, in der zwei junge Männer – ehemalige Soldaten der polnischen Heimatarmee – zu  neuem  Töten auf den Weg geschickt  werden. Diesmal geht  es nicht  mehr um den  deutschen Feind und Besatzer, sondern um die  neuen  Herrscher  Polens: ein aus Russland zurückgekehrter  kommunistischer Funktionär soll  aus dem Weg geräumt  werden. Aus dieser  bitteren Geschichte  nach dem Roman von Jerzy Andrzejewski macht Andrzej Wajda durch eine meisterliche Inszenierung und Bildgestaltung ein beeindruckendes Filmkunstwerk, das ihm schon in der Frühphase seiner  Karriere – es ist der dritte Film von fast 40 –  internationalen  Ruhm beschert. Nicht unwesentlich daran beteiligt ist  auch sein Hauptdarsteller Zbigniew Cybulski, der mit großer darstellerischer Kraft  und einem unbeschreiblichen Charisma  die Kinozuschauer in seinen Bann zieht und der nach diesem Film in  Polen zum Idol  einer ganzen Generation wird.

Quelle: tsd.de