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Christlicher Antisemitismus 1939 - 1945 – Synagoge - Jüdisches Gemeindezentrum | Alle Veranstaltungen

 

Das Eisenacher „Entjudungsinstitut“

Am 6. Mai 1939 wurde mit einem Festakt auf der Wartburg in Eisenach das „Institut zur Erforschung und Beseitigung des jüdischen Einflusses auf das deutsche kirchliche Leben“ auf der Grundlage einer Entschließung von elf evangelischen Landeskirchen gegründet. Das Institut war eng mit der Ideologie und Organisation der aus Thüringen stammenden Kirchenbewegung „Deutsche Christen“ verbunden. Ziel dieser kirchenpolitischen Bewegung war es, den christlichen Glauben und die Institution der Kirche den Vorgaben der nationalsozialistischen Weltanschauung anzupassen. Die „Forschungsarbeiten“ des kirchlichen „Entjudungsinstituts“ dienten dazu, die Ausgrenzungs- und Verfolgungspolitik der nationalsozialistischen Machthaber gegenüber den Juden zu unterstützen und den Antisemitismus als Grundpfeiler der nationalsozialistischen Rassenideologie zu legitimieren.

Anhand der Arbeit des kirchlichen „Entjudungsinstituts“ und der Kirchenbewegung „Deutsche Christen“ wird die christliche Schuld während der NS-Zeit thematisiert und die Blickrichtung auf die Opfer dieser Geschichte gelenkt.

Dr. Oliver Arnhold ist Studiendirektor am Christian-Dietrich-Grabbe-Gymnasium in Detmold und Dozent für Religionspädagogik und kirchliche Zeitgeschichte an den Universitäten Bielefeld und Paderborn.

Die Veranstaltung findet statt in Zusammenarbeit mit dem Freundeskreis der Dresdner Synagoge e. V.

quelle: katholische-akademie-dresden