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Film |

Das Birkenwäldchen – Technische Sammlungen der Stadt Dresden (Museum Dresden) | Alle Veranstaltungen

 

Das Birkenwäldchen

Polen 1970, Regie: Andrzej Wajda 109 Min.
D: Daniel Olbrychski, Emilia Krakowska, Olgierd Lukaszewicz u. a.

In diesem feinfühligen psychologischen Kammerspiel nach der Erzählung von Jaroslaw Iwaszkiewicz versucht  Wajda die uralte Frage nach dem Sinn des Lebens zu beantworten, indem er zwei komplett unterschiedliche Lebensentwürfe und Betrachtungsweisen einander gegenüberstellt jedoch nicht beantwortet und dem Zuschauer so statt dessen einen weiten Spielraum zur eigenen Interpretation anbietet.

Polen in den  20er Jahren des vergangenen Jahrhunderts. In dörflicher Abgeschiedenheit hat sich der Förster Boguslaw nach dem Tod seiner Frau in eine innere Isolation begeben, die nur seine Tochter Ola durchdringen kann. Sie und die Magd Malina sind die einzigen, die Boguslaws Abdriften in die komplette geistige Verwirrung noch aufhalten.

In diese beklemmende Atmosphäre dringt Boguslaws Bruder ein. Zurück von einem Kuraufenthalt in der Schweiz, wo er vergeblich versuchte, seine Tuberkulose auszuheilen, lebt er seinem Bruder vor, dass man, auch im Angesicht der eigenen Endlichkeit, dem Leben Momente unendlicher Freude abtrotzen kann. Er lebt jeden Tag so, als wäre es sein letzter, genießt seine Heimat, die Natur, die Musik. Boguslaw fühlt sich in seiner negativen Lebenssicht gestört und aufgeschreckt, muss aber entdecken, dass ihn die Lebensfreude seines Bruders zunehmend aus seiner Lethargie reißt.
Die schauspielerischen Glanzleistungen von Olgierd Lukaszewicz und Daniel Olbrychski als ungleiche Brüder und die meisterliche Regieleistung Wajdas brachten dem Film bei den Internationalen Filmfestspielen 1970 in Moskau erste Preise ein und vermögen noch heute durch ihre künstlerische Intensität zu begeistern.

quelle tsd.de