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Die dunkle Seite des Bienenstaats – Deutsches Hygiene-Museum Dresden | Alle Veranstaltungen

 

Über Schwarmintelligenz und Staatenbildung

Mit Prof. Dr. Christian Pirk, Entomologe, Universität Pretoria/Südafrika und Prof. Dr. Niels Werber, Medienwissenschaftler, Universität Siegen

Die gemeinsame Geschichte von Bienen und Menschen reicht zurück bis in die Steinzeit. Honigproduktion und Bestäubungstätigkeit gehen mit Garten- und Ackerbau schon früh produktive Partnerschaften ein. Seit der Antike beschäftigen Bienen Philosophie, Wissenschaften und Dichtung. Aber nicht allein als Honigproduzenten und Bestäuber, sondern vor allem wegen ihrer Eigenheit, Staaten zu bilden.

Aufgrund ihrer effizienten Arbeitsteilung und ihrer – für Menschen – oft undurchschaubaren kollektiven Zielstrebigkeit galten und gelten Bienen als Vorbild und Verbündete des Menschen. Bienenstaaten und ihre Arbeiterinnen werden immer dann herangezogen, wenn es darum geht, (menschliche) Individuen zu motivieren, es den Bienen gleichzutun und ihre Arbeit allein in den Dienst des Kollektivs zu stellen. Aber auch die „fleißigen“ Bienen fügen sich nicht so reibungslos, wie es vielfach den Anschein hat. Ihren Eigensinn und das darin realisierte Störungspotenzial gilt es zu erkunden. Die Abendveranstaltung soll den Mythos des effizienten Bienenstaats und der fleißigen Biene aus natur-und kulturwissenschaftlicher Perspektive beleuchten und provokativ in Frage stellen.

In Kooperation mit dem B-Cube und der Professur für Medienwissenschaft und Neuere deutsche Literatur der TU Dresden.