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DISKURS#2: Kuratieren als Liebeserklärung - Spielplangestaltung für freie Theater & Festivals – Societaetstheater | Alle Veranstaltungen

 

Diese Veranstaltung richtet sich an Theatermacher*innen, Veranstalter*Innen und Multiplikator*innen der Freien Darstellenden Künste sowie an Programmverantwortliche und Dramaturg*innen von soziokulturellen Zentren, Theater- und Kulturhäusern, Projekträumen und anderen Spielstätten im Freistaat Sachsen sowie an Kurator*innen von freien Festivals.

Der Eintritt zu dieser Veranstaltung ist frei, die Platzkapazität jedoch begrenzt. Um eine verbindliche Anmeldung wird per Mail an lachenicht@soziokultur-sachsen.de gebeten.

 

„Kuratieren ist ein Bekenntnis. Ein Bekenntnis zu den Arbeiten, ein Bekenntnis zu den Ästhetiken. Kuratieren ist eine Wette. Eine Wette auf das Gelingen, eine Wette darauf, dass etwas scheitern kann. Und Kuratieren ist eine Liebeserklärung. Eine Liebeserklärung an die Künstler*innen, eine Liebeserklärung an die Menschen, die hinter den künstlerischen Arbeiten stehen. Sie sind es, die diese initiieren, erschaffen und sie mit uns teilen.“, so Esther Holland-Merten, die in Wien die Sparte Performing Arts am "WUK Werkstätten- und Kulturhaus" leitet. Sie kommt zum Diskurs#2, einem Gesprächsformat über Positionen zeitgenössischer Kulturpolitik und Kunstproduktion.

Das WUK Werkstätten- und Kulturhaus in Wien hat eine besondere Geschichte: Seit seinen Anfängen als besetztes Haus in den 1980er Jahren spielt die darstellende Kunst im Kulturprogramm des WUK eine wichtige Rolle und feststeht, dass das WUK damals so gut wie der einzige Frei- und Experimentierraum für die damals noch junge neue österreichische Tanz-, Tanztheater- und Performanceszene war. Noch heute befindet sich das Haus in der Rechtsform des Prekariums, kann sich aber ausgestattet mit finanzieller Unterstützung der Kulturabteilung der Stadt Wien und des Bundes weiterhin als wichtiges Zentrum für experimentelle interdisziplinäre Tanz- und Performancekunst behaupten, vor allem durch das kuratierte Programm der Abteilung WUK performing arts, die als Koproduzent und Partner für lokale und internationale Künstler*innen und Kollektiv zur Verfügung steht und eine möglichst weit angelegte Vielfalt in den Darstellungsweisen der performativen Künste vertritt, die zwischen Tanz, Theater, Performance, bildender Kunst, Choreografie, Text und Video oszillieren.

Die Gestaltung des Spielplans in einem solchen Haus bleibt dennoch eine große Herausforderung, denn angesichts fehlender Valorisierung in den letzten 10 Jahren steigen die Ausgaben, die nur durch Drittmittel gedeckt werden können. Wie das (Un-)Mögliche dennoch Möglichkeitsräume eröffnet und welche Wege es gibt, einem Haus ein Profil zu geben, darüber lohnt es sich nachzudenken und zu sprechen.

Esther Holland-Merten:
Sie studierte in Leipzig, Berlin und Paris. Nach ihrer Tätigkeit für Performancefestivals wie feuer+flamme auf Kampnagel Hamburg, „reich und berühmt“ am Podewil Berlin und dem NRW Theatertreffen am Theater Krefeld Mönchengladbach etablierte sie als Spielstättenleiterin, Kuratorin und Dramaturgin verschiedene Schwerpunkte an deutschen Theatern, u. a. für Gegenwartsdramatik am Theater Chemnitz und Schauspiel Leipzig mit Uraufführungen und Auftragswerken sowie Festivalformate, wie u. a. CHEMNITZ – Schönste Blume des Ostens! und 4+1 – ein treffen junger autor_innen. Sie war in zahlreichen Jurys tätig, zuletzt u. a. den Retzhofer Dramapreis, den EXIL-Dramatiker*innenpreis der Wiener Wortstätten, für die euro-scene Leipzig, für das Nachwuchsfestival an der Drachengasse Wien und das Hamburger Festival Hauptsache frei! Am Schauspiel Leipzig rief sie 2013 als Künstlerische Leiterin ein Artists-In-Residence-Programm für Performance-Künstler*innen ins Leben, das durch seine Anbindung an ein Stadttheater einmalig in der deutschsprachigen Theaterlandschaft ist. Im Frühjahr 2017 übernahm sie die künstlerische Leitung der Abteilung performing arts im WUK Werkstätten und Kulturhaus Wien.

DISKURS ist ein Gesprächsformat zu Positionen zeitgenössischer Kunstproduktion und Kulturpolitik.
DISKURS ist eine Kooperation mit dem Societaetstheater Dresden.

Quelle: www.societaetstheater.de