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Schauspiel |

DRAUSSEN VOR DER TÜR – Landesbühnen Sachsen | Alle Veranstaltungen

03.03.2020 10:00
Reihe SCHULTHEATERWOCHE FREITAL
Details www.kulturhaus-freital.de
Ort StadtKulturHaus Freital
Bahnhof Freital-Deuben (S-Bahn S3)
03/03/2020 10:00 03/03/2020 12:00 Kulturkalender Dresden info@kulturkalender-dresden.de DRAUSSEN VOR DER TÜR StadtKulturHaus Freital 38 DD/MM/YYYY
04.03.2020 10:00
Details www.landesbuehnen-sachsen.de
Ort Landesbühnen Sachsen
Landesbühnen Sachsen (Bus 72, 324, 400; Tram 4; S-Bahn S1)
04/03/2020 10:00 04/03/2020 12:00 Kulturkalender Dresden info@kulturkalender-dresden.de DRAUSSEN VOR DER TÜR Landesbühnen Sachsen 38 DD/MM/YYYY
 

SCHAUSPIEL VON WOLFGANG BORCHERT

Ab 14 Jahren

Der junge Unteroffizier Beckmann kehrt drei Jahre nach der Schlacht um Stalingrad zurück nach Deutschland. Hinkend, weil ihm die Kniescheibe weggeschossen wurde, gehüllt in einen Heeresmantel und auf der Nase immer noch die Brille, die er unter der Gasmaske trug, hat er doch überlebt und hofft, dem Schrecken entkommen zu sein. Aber der Albtraum geht weiter. 

Traumatisiert vom Krieg und an der eigenen Schuld leidend, sucht er in seiner Heimatstadt nach Menschlichkeit und Geborgenheit. Seine Frau lebt jedoch inzwischen mit einem anderen Mann und seine Eltern haben sich als einst überzeugte Nationalsozialisten das Leben genommen. Die Daheimgebliebenen begegnen ihm mit Desinteresse und Ablehnung und die Türen schlagen vor ihm zu. Wie im Fieber wandert er verloren durch das zerstörte Hamburg und findet sich nicht mehr zurecht zwischen Vergangenheit und Gegenwart, Traum und Realität, Leben und Tod.

Selbst die Elbe, in der er sich zu ertränken versucht, will ihn nicht haben und spuckt ihn wieder aus. Vom Krieg möchte keiner mehr etwas hören, die Geschichte soll weitergehen, als wäre nie etwas gewesen. Für Beckmann gibt es keinen Platz.

Wolfgang Borchert kehrte mit 26 verwundet und schwer gezeichnet nach vier Kriegsjahren zurück nach Deutschland und schrieb DRAUSSEN VOR DER TÜR innerhalb weniger Tage unter dem Eindruck seiner Erfahrungen. Er gab mit seinem Stück einer von Verzweiflung gelähmten und verstummten Generation eine Stimme.

Die Eindringlichkeit seiner Schilderung und die Fragen, die Borchert seine Hauptfigur stellen lässt, verleihen dem Text – angesichts weltweiter kriegerischer Auseinandersetzungen – eine bestürzende Aktualität.

Quelle: landesbuehnen-sachsen.de