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07.04. 2020
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Feminismen, feministische Politik(en) und Frauenbewegungen streb(t)en nach kollektivem Handeln und gemeinsamen Zielen. Sie gelten als die Fürsprecherinnen eines zu erkämpfenden sozialen Wandels im Sinne einer Gleichberechtigung der Geschlechter. Doch auch im Feld der Frauen- und Geschlechterbewegungen - oft entgegen dem eigenen Anspruch - finden sich Machtverhältnisse, Hierarchien, soziale Ungleichheit(en) und Ausschlüsse. Gerade Identitätspolitiken bewirk(t)en in Frauen- und Geschlechterbewegungen immer wieder soziale Sprengkraft und manchmal unüberbrückbare Konflikte, die von Ausschlüssen, Diskriminierungen und Bildern hegemonialer Geschlechtervorstellungen gezeichnet waren und bis heute sind.

Doch gerade diese Konflikte und Brüche sind zugleich ein wichtiger und produktiver Teil der Frauen- und Geschlechterbewegungsgeschichte. Erst sie ermöglich(t)en es, innerhalb des Protestspektrums neue Inhalte auszuhandeln, andere Ziele zu formulieren, neue Organisationsformen zu etablieren und verschiedenste Solidarisierungen hervorzurufen.

Gemeinsam wollen wir uns anhand von Beispielen aus der Frauen- und Geschlechterbewegungsgeschichte mit der Frage beschäftigen, inwieweit Konflikte und die Fähigkeit zur Solidarität eigentlich zusammen gehören? Sind sie vor allem destruktiv, oder liefern sie zugleich auch wichtige Impulse zur Entwicklung neuer Ziele und feministischer Utopien?

mit: Dr.in Jana Günther

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