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Malerei/Grafik/Zeichnungen |

Frank Lippold – Die heimliche Perspektive – Städtische Galerie Dresden - Kunstsammlung (Museum Dresden) | Alle Veranstaltungen

08.02.2020 - 10.05.2020
Details museen-dresden.de
Ort Städtische Galerie Dresden - Kunstsammlung (Museum Dresden)
Pirnaischer Platz (Bus 62, 75, 261, 305, 326, 328, 333, 360, 424; Tram 1, 2, 3, 4, 7, 12)
08/02/2020 10/05/2020 true Kulturkalender Dresden info@kulturkalender-dresden.de Frank Lippold – Die heimliche Perspektive Städtische Galerie Dresden - Kunstsammlung (Museum Dresden) 38 DD/MM/YYYY
 

Der Titel

Die „heimliche Perspektive“ ist eine aus dem 16. Jahrhundert stammende deutsche Umschreibung für den Begriff der Anamorphose. Schon Leonardo da Vinci schrieb von der „Perspective secrete ou curieuse“. Die Technik gehörte damals einerseits zu den Bravour-stücken, mit denen künstlerische Fertigkeit unter Beweis gestellt werden konnte, andererseits ließen sich damit verborgene Hinweise und Assoziationen in Bilder einfügen. Bekanntestes Beispiel dafür ist der anamorphotisch dargestellte Totenschädel in Hans Holbeins Doppelbildnis „Die Gesandten“ (1533, National Gallery, London). Auch in Frank Lippolds Werk begegnet dem Betrachter dieses Spiel mit extremen und verzerrten Perspektiven.
 

Der Künstler

Frank Lippold wurde 1970 in Greifswald geboren, wuchs seit 1974 in Dresden auf und begann 1987 eine Werkzeugmacherlehre. 1990 schloss er diese ab und bewarb sich an der Hochschule für Bildende Künste Dresden (HfBK), wo er dann 1991 bis 1996 Malerei und Grafik studierte. 2002 schloss er sein Studium als Meisterschüler von Ralf Kerbach ab. Anschließend arbeitete er bis 2015 als freischaffender Künstler auf Schloss Scharfenberg bei Meißen. 2005 widmete ihm das Leonhardi-Museum eine Einzelausstellung. Seit 2015 lebt Frank Lippold in Baden-Baden. 2017 wurde er mit dem Kunstpreis der Stadt Baden-Baden ausgezeichnet.
 

Das Werk

Während seines Studiums um 1994 entdeckte Frank Lippold gegen den damaligen Trend zur Malerei die Technik des Holzschnitts für sich. Dabei wurde ihm die ästhetische Eigenwertigkeit der Druckstöcke bald wichtiger als die Vervielfältigung im Druckprozess. Der Verzicht auf den Druck eröffnete ihm auch die Möglichkeit, mit größeren Formaten zu arbeiten. Bis 2005 schuf Frank Lippold eine beeindruckende Werkgruppe mit Landschafts- und Architekturdarstellungen. Mit eingebauten „Bildstörungen“ kündigten sich schon damals die Grundformen der jüngsten Werke an, in denen das Motiv gänzlich hinter die abstrakten Formen der Bildstruktur zurückgetreten ist. Den Weg zu diesen aktuellsten Arbeiten markieren mehrere Werkgruppen, in denen Motivcollagen, perspektivische Verzerrungen und die Verwendung farbiger Untermalungen als jeweils bestimmende Elemente den Schritt in die Abstraktion vorbereiten.

Gezeigt werden 35 überwiegend großformatige Werke, von denen vier aus der Sammlung der Städtischen Galerie und die übrigen aus dem Besitz des Künstlers stammen. Damit stellen wir einen Überblick über 25 Jahre der Entwicklung eines außergewöhnlichen und technisch wie inhaltlich bemerkenswerten künstlerischen Werkes vor.

Quelle: museen-dresden.de