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22.05. 2022
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  • Palais im Großen Garten (c) Schlösserland Sachsen

Welch vielschichtige Stimmungen das Violoncello in kammermusikalischen Besetzungen erzeugen kann, zeigen eindrucksvoll die Werke, die das hochklassige Trio aus Vadim Gluzman, Johannes Moser und Yevgeny Sudbin für diesen Abend ausgewählt hat. Von Schostakowitschs Opus 8, das dieser bereits als 17-Jähriger komponierte, durfte dem Publikum besonders das prägnante Klagemotiv des Cellos im Ohr bleiben. In der eisigen Starre eines vom Violoncello mit Dämpfer und Flageolett vorgetragenen Trauermarschthemas beginnt das deutlich später geschriebene Opus 67. Und während das Trio op. 99 von Franz Schubert mit lyrisch-melancholischen Kantilenen besticht, findet sich das Violoncello im 1992 uraufgeführten »Mozart-Adagio« von Arvo Pärt, gemeinsam mit der Geige, eher in einer Duorolle. Vielseitigkeit pur!

Vadim Gluzman – Violine
Johannes Moser – Violoncello
Yevgeny Sudbin – Klavier

Dmitri Schostakowitsch: Trio für Violine, Violoncello und Klavier Nr. 1 c-Moll op. 8
Dmitri Schostakowitsch: Trio für Violine, Violoncello und Klavier Nr. 2 e-Moll op. 67
Franz Schubert: Trio für Violine, Violoncello und Klavier Nr. 1 B-Dur op. 99 D 898
Arvo Pärt: »Mozart-Adagio« für Violine, Violoncello und Klavier

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