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Malerei/Grafik/Zeichnungen |

HIGH NOON - NADINE WÖLK – Kunstverein Meißen e.V. | Alle Veranstaltungen

 

Die Arbeiten Nadine Wölks sind Zeugen der Jetztzeit. Nicht des Epochalen, sondern des Alltäglichen. Im Zentrum der Mensch mit den Dingen, die ihn meist in der Nacht umtreiben. In Situationen in denen ein Finger spontan auf den Auslöser einer Kamera klickt. Mit den contents, die in digitalen Kanälen geteilt werden. „High Noon" ist die Dramaturgie des Nebensächlichen. Die Arbeiten fokussieren das Unbestimmte, aber Entscheidende. Wie in einem Film Noir der ausblendet was da ist, Licht und Schatten inszeniert, um die Dinge dazwischen zu erzählen.

 

HIGH NOON im Kunstverein

Neue Arbeiten von Nadine Wölk in Meißen

Spannung liegt in der Luft in den Räumen des Meißner Kunstvereins. Am 11. Mai 2019 wird dort die Ausstellung „High Noon" der Dresdner Künstlerin Nadine Wölk eröffnen und neue der unverwechselbaren blau-weißen Kulizeichnungen zeigen, die sich mit aktuellen Acrylarbeiten arrangieren. Ein Nebeneinander, dass einerseits die Unterschiedlichkeit der Techniken Zeichnung und Malerei aufzeigt, andererseits aber nicht die Kontrahenten hervorbringt, die der Ausstellungstitel anzukündigen vermag. Die Stunde der Entscheidung findet in den Motiven statt, die ganz konkrete Situationen zeigen, in Momenten des Verharrens. Das Duell wird nicht zwischen zwei Protagonisten ausgetragen, sondern zwischen dem Jetzt und Dann, dem Davor und Danach. Und der Betrachter blickt auf den Augenblick dazwischen. Alles scheint still zu stehen - klar es sind ja Bilder - die bewegten Schraffuren, Flächen und Pinselstriche sprechen jedoch eine andere Sprache.

Die Arbeit „Darkness II" zeigt eine Person am Meer. Den Blick des Betrachters von hinten in die gleiche Richtung, in Richtung Horizont. Es ist Dunkel, weiße Wellenberge rauschen sacht auf den Strand. Ein umringendes Geräusch und jeder der es schon mal gehört hat, kennt auch seine Ruhe. Da steht man nun, blickt auf das Schwarz hinaus und denkt nach. Das Duell? Im Kopf. In den Kontrasten. In der Abgrenzung von Hell und Dunkel, Licht und Schatten, Hier und Dort. Der Pulli wird beleuchtet. Hinter ihm oder ihr stehen wir und irgendwoher kommt das Licht. Eine Laterne vielleicht oder ein Auto. Oder es ist der Fotoblitz einer zweiten Person, die da gestanden haben muss wo der Betrachter jetzt steht.

Auf einer anderen Arbeit „Neonlight II" stehen wir einer jungen Frau gegenüber. Blicken ihr ins Gesicht, dass in seinen Feinheiten ganz klar detailliert, ganz realistisch ist. Sie hat ihren Blick abgewendet, guckt aus dem Bild hinaus. Die Situation findet außerhalb des Randes statt. Aber unser Interesse gilt ihr. Wie sie das Geschehen deutet. Warum wir ihr so nah sind. Und dass uns das Blau der Kugelschreiberstriche gar nicht davon abhält, zu glauben, dass auch diese Zeichnung ein Dokument einer realen Gegebenheit unserer Gegenwart ist. Ein Selfie von der Seite oder ein Schnappschuss von jemandem, der ihr nahe steht.

Quelle: kunstverein-meissen.de